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Die Geschichte des MCG

Gehrden Die Geschichte des MCG

Neues Heft des Heimatbundes: Auf 60 Seiten haben sich Ilse Knölke und Dieter Mahlert mit der 60-jährigen Geschichte des MCG beschäftigt und erinnern vor allem an die Anfangsjahre der Schule.

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Ilse Knölke und Dieter Mahlert haben das Heft "Das MCG wird 60" zusammengestellt.

Quelle: Wirausky

Gehrden. 1945 kam Thea von Loebell auf den Erichshof. Die Schulleiterin hatte in Berlin ihre Heimat verloren und suchte bei ihrer Schwester in Everloh eine vorübergehende Bleibe. Im Herbst 1945 fasste sie den Entschluss, wieder Schüler zu unterrichten. Sie begann in einem Klubzimmer der damaligen Gaststätte „Sieben Trappen“ in Benthe - mit drei Schülern. Die Zahl der Jungen und Mädchen stieg rasant. Andere Räume wurden gesucht und im Ratskeller und im Gemeindesaal der Margarethengemeinde gefunden. Sogar am Burgbergturm gab es ein Ausweichklassenzimmer. Und von Loebell stellte viele heimatlos gewordene Lehrer ein. Das waren die Ursprünge des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG), das 1956 aus der sogenannten Stadtrandschule hervorging und seitdem unaufhörlich gewachsen ist.
Für Ilse Knölke war das Wirken von Thea von Loebell der Antrieb, an dem Heft „Das MCG wird 60“ mitzuwirken. „Ihre Bedeutung für das MCG findet mir zu wenig Beachtung“, sagt Ilse Knölke. Die Erinnerung an die Frau ist der Einstieg in einen historischen Rückblick, an dem neben Knölke auch Dieter Mahlert mitgearbeitet hat. Beide waren übrigens auch Schüler des Gehrdener Gymnasiums. Besonders freuen sie sich, dass Schulleiterin Monika Schulte das Vorwort geschrieben hat. „Das ist uns sehr wichtig“, sagt Mahlert, der am MCG 1965 sein Abitur gemacht hat und noch heute von der tollen Lage mit Blick über die ganze Stadt schwärmt. "Das ist unvergleichlich", sagt er.
Auf 60 Seiten haben Knölke und Mahlert auch die bauliche Entwicklung des MCG skizziert - dokumentiert mit zahlreichen historischen Aufnahmen. 1956 wurde aus der Stadtrandschule mit den etwa 200 Schülern und sieben Lehrern das MCG. Mit dem Schuljahr 1957 wurde der erste Steinbau in Betrieb genommen - der heutige Südbau. Es folgten Erweiterungsbauten. 1961 konnte das Hauptgebäude mit Aula und Musiksaal bezogen werden. Aktuell wird das MCG umfassend saniert. „Es wird ein Schulgebäude geschaffen, das die bauliche Heimat für ein modernes Gymnasium sein wird“, schreibt Monika Schulte in ihrem Vorwort.

Knölke und Mahlert untermauern in ihrem Heft Schultes Aussage, die Schule habe sich verändert und werde es weiter tun - wie in den vergangenen 60 Jahren: In dieser Zeit hat sich das MCG von einer kleinen Stadtrundschule zu einem etablierten Gymnasium entwickelt - mit baulichen Veränderungen, mit neuen pädagogischen Konzepten, mit modernen Lernstrukturen und technischen Möglichkeiten, die für die Kinder und Jugendlichen 1956 noch unvorstellbar waren. Eines ist allerdings geblieben. „Nicht verändert hat sich der Anspruch, eine gute Schule sein zu wollen“, meint Schulte.

Das Heft „Das MCG wird 60!“ gibt es ab sofort bei Kusche, Steinweg 4. Es kostet 4,50 Euro.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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