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Brauereiteich bleibt ein Ärgernis

Gehrden Brauereiteich bleibt ein Ärgernis

Der Heimatbund will das Gelände des Brauereiteichs in Gehrden attraktiver gestalten. Er will dabei inhaltlich und materiell mit der Stadt zusammenarbeiten.

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Der Brauereiteich soll seit Jahren umgestaltet werden. Eine Lösung gibt es aber bisher nicht.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Für den Heimatbund steht fest: Dem alten Brauereiteich kommt in Gehrden eine große stadtgeschichtliche Bedeutung zu. "Er hat zwar nur eine geringe Größe und Tiefe, aber für das historische Brauwesen und für die Trinkwasserversorgung früherer Jahrhunderte war er wichtig", sagt der Vorsitzende Dieter Mahlert. Der Teich lieferte ab 1666 das Brauwasser zum alten Brauhaus an der Dammstraße - zunächst über einen offenen Graben, später über Holzrohre. Dort wurde außerdem ein Brunnen gespeist, der den Anliegern als Trinkwasserquelle diente. Daneben wurde Wasser zum Marktbrunnen weitergeleitet, die deshalb auch als Notbrunnen diente. Und als die Harzwasserleitung im Juli 1953 brach, wurde der Teich kurzerhand in die Wasserversorgung für Haushalte und Betriebe eingebunden. Pumpen förderten das Wasser 14 Tage lang aus dem Brauereiteich in das Leitungsnetz.

Doch daran erinnert heute nur noch wenig. Die Gartenanlage sei gammelig, dabei könnte sie ein Schmuckstück sein, sagt Mahlert. Zwar lägen Vorschläge bei der Stadt, "doch es bewegt sich nicht viel", sagt er.

Seit Jahren beschweren sich zudem immer wieder Anwohner und Bürger über den vor allem in der warmen Jahreszeit beißenden Geruch und den ungepflegten Zustand des kleines Gewässers. Die Stadt ist bemüht. Vor drei Jahren hat sie den Teich entschlammen lassen, die hydraulischen Verhältnisse erkundet und die Grünanlage provisorisch hergerichtet.  

Das Problem ist, die Wasserbalance zu halten. Entweder es ist zu viel, oder es ist zu wenig Wasser im Teich. Die Wasserzufuhr ist nicht einfach, da es keine sprudelnde Quelle gibt. Gespeist wird er von Schichtenwasser des Gehrdener Bergs, das nach Niederschlag zeitversetzt in den Teich läuft.

Der Heimatbund befasst sich schon seit Jahren mit dem Teich und will nun Taten folgen lassen. "Wir wollen helfen, die Fläche optisch aufzuwerten", sagt Mahlert. Und es gibt auch Ideen. Er bittet die Verwaltung und den Rat der Stadt, das Gelände des Brauereiteichs für die Bürger attraktiver zu gestalten. Die Vorschläge: Es soll eine Infotafel aufgestellt werden, auf der die historische Bedeutung des kleinen Gewässers erläutert wird. Des Weiteren müsse der Teich entschlammt werde. Zudem solle der Wasserstand in ausreichender Höhe gehalten werden, um ein Austrocknen in den Sommermonaten zu verhindern. Für die Bürger sollten auch Sitzgelegenheiten im Uferbereich aufgestellt werden. "Und wir sind bereit, uns inhaltlich und materiell an der Sanierung des Teichgeländes zu beteiligen", sagt Mahlert.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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