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Große Bergstraße wird zur Filmkulisse

Gehrden Große Bergstraße wird zur Filmkulisse

Der NDR dreht für seinen Film "Das deutsche Kind" einige Szenen in einem Haus an der Großen Bergstraße in Gehrden. Die Schauspieler waren dort hautnah zu erleben.

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Schauspieler und Produktionsteam vor dem Einfamilienhaus an der Großen Bergstraße, in dem einige Szenen gedreht werden.

Quelle: Rabenhorst

Gehrden. Der NDR dreht zurzeit ein deutsch-türkisches Familiendrama mit Katrin Sass in der Hauptrolle. „Das deutsche Kind“ nach dem Drehbuch von Paul Salisbury unter der Regie von Umut Dag erzählt die Geschichte von Cem, seiner Frau Sehra und Tochter Hanna. Einer von drei Drehorten neben Berlin und Hannover ist Gehrden. Seit Montag ist die Filmcrew mit den Schauspielern in der Burgbergstadt. Heute ist der letzte Drehtag. Gedreht wird nicht nur im Inneren der stattlichen Villa in der Großen Bergstraße, sondern auch im gepflegten Garten und auf dem Fußweg vor dem Grundstück.

Gespannt verfolgen auch einige Gehrdener die Dreharbeiten in der Hoffnung, einen Blick auf die Akteure zu bekommen. So auch Jano (8) und Sebastian (9). „Wir wollten uns das unbedingt angucken, denn es wird ja nicht jeden Tag in Gehrden ein Film gedreht“, sagt Sebastian. Ob sie sich den Film anschauen, wissen sie noch nicht. „Das kommt darauf an, worum es dabei geht“, fügt sein Freund hinzu.

In dem weißen Einfamilienhaus wohnen die Großeltern von Pia (Malina Harbort), die nach dem Tod ihrer Mutter in die Familie des angehenden Imams Cem (Murathan Muslu) und seiner Frau Sehra (Neshe Demir) kommt. Die junge Familie steht mitten im Leben, zu dem die türkisch-muslimische Kultur ebenso selbstverständlich gehört wie die deutsch-christliche. Als Pia in die Familie kommt, brechen auf deutscher und türkischer Seite längst überwunden geglaubte Vorurteile wieder auf. Dabei geht es um Werte wie Glaube, Heimat und Familie. Der erbitterte Sorgerechtsstreit, der schließlich mit den Großeltern des Kindes entbrennt, droht die Familie zu zerreißen.

Die Rolle von Großmutter Christine Unger übernimmt Katrin Sass. „Ich musste nicht lange überlegen. Schon nach dem ersten Gespräch mit dem Regisseur war ich angetan davon“, erzählt die bekannte Schauspielerin. Ihr gehe es vor allem um das Mädchen. „Es ist die Geschichte des Kindes, die mich reizt“, fügt die gebürtige Schwerinerin hinzu. Neben dem religiösen Konflikt gebe es noch so viele andere Sachen in der Geschichte. „Wie kam das Kind mit der verstorbenen Mutter zurecht oder wie ist das, wenn man plötzlich sein Enkelkind nicht mehr sehen darf, “ sagt die Wahlberlinerin.

Murathan Muslu, der den angehenden Imam spielt, lobt vor allem die guten Arbeitsbedingungen am Set sowie die hervorragende Zusammenarbeit mit den Kollegen. „Die schwierigen Szenen erfordern allerhöchste Konzentration, wir geben unser Bestes“, sagt der männliche Hauptdarsteller. Auch für ihn stehe nicht der religiöse Konflikt im Mittelpunkt, sondern die Menschlichkeit. „Für mich gibt es ohnehin keine Religion oder Grenzen auf dieser Welt. Der religiöse Faktor ist eben ein Faktor in der Geschichte, durch den die Probleme entstehen“, fügt der österreichische Schauspieler hinzu.

Für Neshe Demir spielen neben der Liebe um das Mädchen, das die Mutter verloren hat, auch die religiösen Konflikte eine Rolle. „Sie sind das Resultat der Angst vor dem Fremden, vor dem Anderssein zwischen den beiden Kulturen. Es wäre wichtig, tolerant zu sein“, sagt die Schauspielerin.

Die Banana Tree Film GmbH mit den Produzenten Ulrich Stiehm und Miriam Klein realisieren "Das deutsche Kind" im Auftrag des NDR für Das Erste. Die Produktion wird mit 200 000 Euro durch die nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/ Bremen gefördert. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1, 5 Millionen Euro. Die Redaktion hat Daniela Mussgiller (NDR). Der Sendetermin steht noch nicht fest. Voraussichtlich wird der Film Anfang 2018 an einem Mittwoch um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen sein.

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Von Heidi Rabenhorst

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