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Keine Zukunft für den Windpark

Leveste Keine Zukunft für den Windpark

Der Windpark in Leveste hat offenbar keine Zukunft. Aus Artenschutzgründen darf die Anlage nicht modernisieren werden. In dem Gebiet lebt der Rote Milan.

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Eine von acht Windenergieanlagen am Levester Ortsrand. Dem Wunsch des Betreibers Windwärts, die Anlagen in einigen Jahren zu repowern, erteilt die Region eine Absage.

Quelle: Wirausky

Leveste. Die Pläne liegen schon in der Schublade. In etwa 10 Jahren will der Betreiber Windwärts am Rande von Leveste die gegenwärtig acht Anlagen auf drei etwa 200 Meter hohe Großanlagen umrüsten. Aus Sicht des Unternehmens ein notwendiger Schritt. Die alten Anlagen sind auf Dauer nicht mehr rentabel genug. Sie werden reparaturanfällig mit der Folge von steigenden Wartungskosten. 

Aus der geplanten Umrüstung wird wohl nichts. Im Zuge des neuen Regionalordnungsprogramms hat der Windpark zwar Bestandschutz, die Anlage darf aber nicht repowert werden. Der Grund: Im Bereich des Windparks hält sich der Rote Milan auf. Und dort, wo der geschützte Vogel brütet, ist der Bau von neuen Windenergieanlagen nicht möglich, sagt die Region. Große Teile der Konzentrationsfläche sind wegen der Nähe zum Horst des Rotmilans beziehungsweise zu seinen regelmäßig genutzten Jagdgebieten deshalb Tabuzonen für Windkraftanlagen.

Das Unternehmen Windwärts will sich mit dieser Einschätzung nicht zufrieden geben. Die Einstufung sei voreilig und basiere auf vage Vermutungen, kritisiert Sprecher Lutz Knölke. Er wünscht sich, dass genauer hingeschaut werde, ob der Rote Milan tatsächlich in dem Gebiet niste und jage. Das lehnt die Region ab. Sie könne nicht in Detailschärfe prüfen, heißt es. Der Aufwand und die Kosten seien dafür zu hoch.

Das Vorgehen der Region versteht Knölke auch unter einem anderen Gesichtspunkt nicht. „Wir sind der Ansicht, dass Gebiete, wo bereits Anlagen stehen, anders behandelt werden müssten“, sagt Knölke. Überprüfungen, ob beispielsweise schützenswerte Tierarten im Bereich einer Windanlage leben, sei sowieso Teil eines jeden Genehmigungsverfahren, sagt Knölke. Die Fläche daher im neuen Regionalordnungsprogramm schon jetzt kategorisch für Windkraftanlagen auszuschließen, sei unnötig und überflüssig.

Unterstützung bekommt die Windanlagenbetreiber von den Gehrdener Grünen. Die wollen das Urteil der Region nicht hinnehmen. „Wir werden im Sinne des Klimaschutz und der Energiewende intervenieren“, kündigt der Fraktionsvorsitzende Heinz Strassmann an.

Auch der Überlegung zwischen Degersen und Redderse Windräder zu errichten, hat die Region eine Absage erteilt. Sie gewichtet in dem sensiblen Bereich die ungestörte Wahrnehmung der Landschaft und den Naherholungseffekt zwischen Deister und Gehrdener Berg höher als die Windenergienutzung.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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