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Fußwege werden zu Stolperfallen

Gehrden Fußwege werden zu Stolperfallen

Zahlreiche Gehwege sind in Gehrden sind für Senioren oder behinderte Menschen Stolperfallen. Auf einem Fußweg in den Grünanlagen an der Mahlerstraße ist kürzlich eine Frau so schwer gestürzt, dass sie sich die Schulter gebrochen hat. Die Politiker wollen nun handeln.

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Die Schwierigkeiten mit einem Rollator auf dem unebenen Gehweg an der Schulstraße unterwegs zu sein, erfährt Ratsherr Heinz Strassmann (links) im Selbstversuch. Christine Ellguth (rechts) geht die Strecke fast täglich.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Christine Ellguth ist eine rüstige Seniorin und täglich in der Stadt unterwegs. Ihr Fazit: Gehrden sei keine behinderten- und seniorenfreundliche Stadt. „Die Gehwege werden zu gefährlichen Sturzfallen“, sagte sie. Heute konnten sich davon auch die Politiker und Bürgermeister Cord Mittendorf überzeugen. Sie waren zu einem Ortstermin gekommen, um sich von Christine Ellguth beispielsweise den Bürgersteig an der Schulstraße zeigen zu lassen. Es wurde ein Spaziergang mit Rollator vom Haus Gehrden zum Delfi-Bad – „damit die Verantwortlichen einmal ein Gefühl dafür bekommen, wie anstrengend und gefährlich das Benutzen der Bürgersteige auf dieser Strecke sein kann“, sagte Ellguth. Der Ausschussvorsitzende Heinz Strassmann (Bündnis 90/Die Grünen) musste zugeben: "So dramatisch habe ich die Lage nicht eingeschätzt." Er hatte zuvor ein Stück mit Rollator zurückgelegt. 

Auch an anderen Stelle im Stadtgebiet sei der Zustand der Wege mangelhaft, sagte Ellguth. "Wenn ich durch die Innenstadt gehe, schmerzen mir anschließend Schultern und Arme", erklärte sie den Politikern. Die ständig wechselnden und häufig unebenen Oberflächen seien nur schwer zu befahren.

Schmerzhafte Erfahrung mit Unebenheiten im Fußwegbelag machte auch Helga Drenhaus. Sie stürzte bei einem Spaziergang in den Grünanlagen an der Mahlerstraße so schwer, dass sie sich die Schulter brach. Sie sei über hochstehende Verbundsteine gefallen, teilte sie der Stadt mit. Die Unfallstelle inspizierten die Ausschussmitglieder heute ebenfalls.

Die Politiker versprachen zu reagieren. Klaus Dörffer (CDU) forderte die Stadt auf, künftig regelmäßig die Wege zu kontrollieren. "Dann hätten wir längst gewusst, dass der Zustand einiger Strecken schlecht ist und hätten sie ausbessern können", sagte er.

Von Dirk Wirausky

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