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Miteinander statt gegeneinander

Gehrden Miteinander statt gegeneinander

Der neue Rat der Stadt Gehrden tritt am Dienstag, 1. November, erstmals zusammen. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich trotz der Stimmenverluste von CDU und SPD nicht verändert. Dafür sitzen erstmals Vertreter der AfD und der Linkspartei im Rat.

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Vertreter von sechs Parteien ziehen in den neuen Rat der Stadt Gehrden ein.

Quelle: Symbolbild

Gehrden. Die politischen Mehrheitsverhältnisse sind wie gehabt: Die CDU ist mit neun Sitzen (zuvor elf) die stärkste Fraktion im Rat, knapp vor der SPD, die künftig mit acht (zuvor zehn) Frauen und Männern vertreten ist. Schon jetzt scheint klar: Die Fraktionen der beiden großen Parteien werden auch in Zukunft eher mit- als gegeneinander arbeiten. Eine konstruktive Zusammenarbeit strebten sie an, sagen die beiden Fraktionsvorsitzenden Thomas Spieker und Henning Harter. Die FDP will sich dieser politischen Ausrichtung anschließen. Beargwöhnt wird dies von den Bündnisgrünen, die wie in der vergangenen Legislaturperiode fünf Ratsmitglieder stellen. „Es wird Zeit, dass neue Akzente gesetzt werden, denn eine Fortführung der bisher schon jahrzehntelang dauernden Großen Koalition ist nicht gut für die weitere Entwicklung der Stadt“, sagt Heinz Strassmann. Er wünsche sich frischen Wind in der eingefahrene Routine durch neue Konstellationen. Spannend sei für ihn vor allem eine Frage: „wie sich der Ratsvertreter der Linken einbringen wird.“ Der Vertreter der Linkspartei Dirk Tegtmeyer macht keinen Hehl aus seiner Nähe zu den Grünen. Er hat sogar eine Fraktionssitzung besucht. „Ich kann deshalb nicht leugnen, dass es Gespräche gegeben hat“, sagt Tegtmeyer. Über die Zusammenarbeit mit CDU, SPD und FDP macht er sich dagegen wenig Gedanken. „Ich rechne nicht damit, dass sich diese Frage in meiner Situation als fraktionsloses Ratsmitglied überhaupt stellen wird“, sagt er. Und die AfD? Unmittelbar nach ihrem Wahlerfolg hat sie angekündigt, dass für sie die Zukunft der Kommune im Mittelpunkt stehe – und zwar in Zusammenarbeit mit den anderen Parteien. Wie das genau aussehen soll, hat die AfD, die drei Sitze im Rat hat, bislang nicht mitgeteilt. Richtlinien im Umgang mit der AfD gibt es bei CDU, SPD und FDP nicht. Bei den Grünen steht fest: Alle demokratischen Parteien müssten die inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD suchen. „Unter dem Motto nachfragen, klarstellen, Grenzen setzen werden wir die Aktionen der AfD begleiten“, kündigt Strassmann an.

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