Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Grüne setzen auf Wind

Leveste Grüne setzen auf Wind

Die Bündnisgrünen in Gehrden wollen den Windpark in Leveste erhalten, obwohl das Gebiet im neuen Raumordnungsprogramm als Vorrangfläche gestrichen worden ist. Grund ist der Rote Milan.

Voriger Artikel
Innenstadt soll grüner werden
Nächster Artikel
Noch ein Song bis zur Liveshow

Eines von acht Winderenergieanlagen am Levester Ortsrand. Dem Wunsch des Betreibers Windwärts, die Anlagen in einigen Jahren zu repowern, erteilt die Region eine Absage.

Quelle: Wirausky

Leveste. Gegenwind für die Betreiber des Windparkes in Leveste: Im neuen Raumordnungsprogramm ist er nicht mehr als Fläche für Windkraftanlagen vorgesehen. Die Region hat die bislang ausgewiesene Vorrangsfläche bei Leveste gestrichen. Die Windernergieanlagen dürfen demnach nicht erneuert oder durch andere ersetzt werden. Sie haben lediglich noch Bestandsschutz.

Die Entscheidung hat einen Grund: Im Bereich des Windparks hält sich der Rote Milan auf. Und dort, wo der geschützte Vogel brütet, ist der Bau von neuen Windenergieanlagen nicht möglich. Große Teile der Fläche sind wegen der Nähe zum Horst des Rotmilans beziehungsweise zu seinen Jagdgebieten Tabuzonen für Windkraftanlagen.

Lutz Knölke, Sprecher des Betreibers Windwärts, zeigt wenig Verständnis für die Haltung der Region. „Die Annahme der Region beruht auf alte Untersuchungen“, sagt er. Er fordert deshalb ein neues Gutachten. Windwärts hat Interesse, die Anlage in etwa 10 Jahren zu repowern. Aus Sicht des Unternehmens ein notwendiger Schritt. Die alten Anlagen sind auf Dauer nicht mehr rentabel genug. Sie werden reparaturanfällig mit der Folge von steigenden Wartungskosten.
Unterstützung kommt von den Gehrdener Bündnisgrünen. „Wir wollen den Klimawandel leben“, sagt Eva Kiene-Stengel – dazu gehöre Windenergie. Deshalb wünscht sie sich, dass die Region neue Daten vorlegt.

Die Levester selbst haben aber offenbar wenig Interesse an Windanlagen in Höhe von 200 Metern. Der Windpark habe optische und akustische Auswirkungen, sagt Dirk Perschel, der in unmittelbarer Nähe der Windkraftanlagen wohnt. „Ein Repowering wäre für uns Levester eine grausame Vorstellung“, sagt er.

CDU, SPD und FDP sehen zurzeit keine Veranlassung, an den Einschätzungen der Region zu zweifeln. „Wir haben absolut keinen Handlungsbedarf“, sagt Klaus Dörffer (CDU) stellvertretend für alle Ratsfraktionen. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Dirk Wirausky

Gehrden
doc6skonlv1tox1etd88dcf
Lidl-Neubau nimmt die erste Hürde

Fotostrecke Gehrden: Lidl-Neubau nimmt die erste Hürde