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Flüchtlingsunterkunft bleibt leer

Gehrden Flüchtlingsunterkunft bleibt leer

Die Flüchtlingsunterkunft in Gehrden ist vor mehr als vier Monaten offiziell eröffnet worden. Nur: Bewohner gibt es in dem Gebäude am Bünteweg nicht. Es müssen noch bauliche Mängel beseitigt werden.

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Neues Gebäude ohne Bewohner: Weil unter anderem noch eine Brandmeldeanlage installiert werden muss, steht die Fluchtlingsunterkunft  nach wie vor leer.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. m Gehrdener Rathaus werden die Verantwortlichen froh sein, dass die Flüchtlingswelle abgeebbt ist. Die Zahl der Familien, die aus Kriegs- und Krisengebieten an den Burgberg kommen, ist inzwischen überschaubar. Die Menschen könnten zurzeit problemlos in Wohnungen einquartiert werden, sagte Fachbereichsleiter Ralf Geide kürzlich im Ausschuss für Bildung, Soziales und Senioren.
Das ist gut so, denn ansonsten gebe es vermutlich erhebliche Schwierigkeiten, alle Neuankömmlinge unterzubringen. Die neue Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg, die für etwa 1,7 Millionen Euro errichtet worden ist, ist auch mehr als vier Monate nach der offiziellen Eröffnung nicht bezugsfertig. Der Grund sind bauliche Mängel. Bei der Abnahme des Neubaus ist festgestellt worden, dass es im Bereich des Brandschutzes einen erheblichen Nachbesserungsbedarf seitens der ausführenden Baufirmen gibt. „Die Firmen wurden umgehend aufgefordert, die festgestellten Mängel abzustellen“, sagt Frank Born, Sprecher der Stadt. Diese Arbeiten werden gerade erledigt. Unter anderem müssten die Brandabschnitte vertragsgemäß erstellt und eine Brandmeldeanlage im Anschluss installiert werden. So ganz schnell sind diese Arbeiten aber offenbar nicht auszuführen. Die Inbetriebnahme der Flüchtlingsunterkunft ist seitens der Bauleitung erst für Oktober in Aussicht gestellt worden.
Im Haus am Bünteweg können etwa 70 Personen untergebracht werden. 31 Wohneinheiten sind in dem zweigeschossigen Gebäude eingerichtet. Manche sind auf zwei Bewohner ausgerichtet, im Untergeschoss befinden sich Appartements für Familien von vier bis sechs Personen. Diese sind mit einem Badezimmer, einer kleinen Küchenzeile, einem Kühlschrank, zwei Kochplatten und teilweise einem Backofen ausgestattet. Auch ein Spind für Kleidung sowie Einzel- und Hochbetten stehen dort. Im Obergeschoss befindet sich ein Bereich für Obdachlose – mit Einzelzimmern und Waschräumen für Männer und Frauen. Zudem gibt es einen Gemeinschaftsraum. Unten sind ein Zimmer für Kinder sowie ein Haushaltsraum für Waschmaschinen eingerichtet.

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