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Ehrenamtliche entlasten die Stadt

Gehrden Ehrenamtliche entlasten die Stadt

Die Gehrdener Freiwilligen-Agentur Freiraum besteht seit nunmehr einem halben Jahr. Die ehrenamtlichen Helfer leisten seitdem vor allem Integrationsarbeit - und entlasten damit die Stadt.

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Das Freiraum-Team mit Ann-Kathrin Akgül, Renate Möller, Helga König, Peter Lübcke von der St.-Bonifatius-Gemeinde und Anne Dobiey.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Renate Möller ist ehrlich. "Wir schaffen neben der Integrationsarbeit nicht mehr viel", sagt die ehrenamtliche Integrationsbeauftragte. Und auch Helga König gesteht: "Die Flüchtlingsbetreuung steht zurzeit im Mittelpunkt." Und dennoch: Das Team der Freiwilligen-Agentur Freiraum will künftig verstärkt darauf achten, dass sie alle Hilfsbedürftige bedienen können. Deshalb betont Anne Dobiey: "Wir sind für die Menschen da, die Hilfe und Unterstützung brauchen - egal welcher Nationalität."

Gegenwärtig allerdings ist die Agentur eher der verlängerte Arm der Stadt bei der Integrationsarbeit. Es ist die Flüchtlingshilfe, die die Ehrenamtlichen seit gut einem halben Jahr in Atem hält. Das belegt auch eine Zahl: 66 Helfer sind registriert, davon kümmern sich 26 Frauen und Männer um die individuelle Betreuung der Neuankömmlingen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Das Aufgabenspektrum ist groß: Es reicht von Deutsch- und Alphabetisierungskursen über die Hilfe beim Ausfüllen von Formularen bis hin zur Unterstützung des normalen Alltags.

Hinzugekommen ist ein Dolmetscherpool. Diese Projekt konnte in Zusammenarbeit mit der katholischen St.-Bonifatius-Gemeinde verwirklicht werden. Die Agentur hat aus einem Nothilfe-Fonds der Diözese Hildesheim 5000 Euro erhalten. "Das ist eine riesige Hilfe für uns", freut sich Dobiey über das Engagement von Pfarrer Christoph Paschek und Peter Lübcke, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatten. Bürger mit Migrationshintergrund arbeiten für die Agentur als Dolmetscher. Für Dobiey ein wichtiger Baustein der Integration. "Eine gute Kommunikation hat existentielle Bedeutung", sagt sie. Die Übersetzer sind für die Sprachen Dari, Farsi, Arabisch und Kurdisch eingesetzt. Sie bekommen eine Stunde bezahlt, die zweite spenden sie der Agentur. Die Dolmetscher, die einmal in der Woche Sprechzeiten im Büro am Steinweg anbieten, unterstützen im Bedarfsfall auch Elterngespräche in den Schule oder in den Kindergärten.

Weitere Projekt sind angedacht. Ann-Kathrin Akgül arbeitet an einem Konzept, um die Asylbewerber auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. "Unter anderem sollen Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche trainiert werden", sagt Akgül. Was noch fehlt, ist technisches Know-How wie Laptop oder Beamer, sowie geeignete Räume.

Aus dem Regions-Fonds "Miteinander-Gemeinsam für Integration" erhält die Agentur für die Erstellung von muttersprachlichen You-Tube-Videos 3050 Euro. Kooperationspartner ist die Oberschule. Die Schüler erarbeiten ab Februar Themen, die unter anderem von Mülltrennung, vom Öffentliche Personennahverkehr oder vom Verhalten im Straßenverkehr handeln, und drehen anschließend die ersten Filme ab.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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