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CDU ist die stärkste Fraktion

Gehrden CDU ist die stärkste Fraktion

Die CDU geht als stärkste Partei aus den Kommunalwahlen hervor. Sie erreicht 33,4 Prozent der Stimmen. Die SPD kommt auf 29,2 Prozent. Die Grünen landen bei 16,5 Prozent. Gewinner ist die FDP, die auf 7,2 Prozent zulegen konnte - und die AfD erhält 9,9 Prozent der Stimmen.

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Seit 8 Uhr haben die Bürger bei der Kommunalwahl in Gehrden die Möglichkeit, ihre Stimmen abzugeben.

Quelle: Monika Skolimowska

Gehrden. Es ist schon Tradition in Gehrden: Die Vertreter der Parteien und interessierte Bürger treffen sich im Bürgersaal, um gemeinsam vor der Großbildleinwand mitzufiebern. So auch dieses Mal. Und ein erwartungsfrohes Raunen ging durch den Saal, als das erste Ergebnis zur Wahl des Rates erschien. Die Seniorenresidenz Thiemorgen hatte am schnellsten ausgezählt. Die CDU (42,9 Prozent) lag dort knapp vor der SPD (40 Prozent). Die FDP holt 9,5 Prozent der Stimmen, die Grünen 6,7 Prozent. "Da haben wir noch Luft nach oben", scherzte Daniel Urban von den Grünen. Adolf Knölke war weniger entspannt. "Das wird ein enges Rennen", sagte der CDU-Ratsherr, der nicht mehr kandidiert. Er sollte Recht behalten.

Lange Zeit war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden großen Parteien - am Ende hatten die Christdemokraten die Nase vorn. 33,4 Prozent der Stimmen konnten sie auf sich vereinen. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseite: Von den 40,5 Prozent des Jahres 2011 war die Union weit entfernt. Doch darüber wollte Thomas Spieker nicht groß reden. "Wir haben unser Ziel trotzdem erreicht und sind die stärkste Fraktion geworden", freute sich der CDU-Spitzenkandidat - trotz der Stimmenverluste in Höhe von sieben Prozent.

Auch die SPD verlor und zwar mehr als fünf Prozent. Bei 29,2 Prozent kamen sie ins Ziel. Henning Harter sprach dennoch von einem "zufriedenstellenden Ergebnis". "Alle Parteien haben Einbußen erlitten", sagte Harter. Übrigens: Kein Kandidat für den Rat sammelte so viele Stimmen wie Harter - nämlich 1103.

Auch die Grünen konnten das gute Ergebnis von 2011 nicht wiederholen: 16,5 Prozent erhielten sie dieses Mal. "Es gab keinen Fukushima-Effekt", analysierte Eva Kiene-Stengel. Dennoch sei sie froh über das Ergebnis. "Wir haben uns etabliert und behalten voraussichtlich unsere fünf Sitze im Rat", sagte sie.

Ein Gewinner des Wahlabends ist die FDP. Die Liberalen schafften 7,2 Prozent. Entsprechend begeistert war Hilmar Rump. "Das ist ein Top-Ergebnis", sagte er. Es sei der Lohn für gute politische Arbeit im Rat. "Wir haben klare Positionen und das wird vom Wähler honoriert", sagte Rump.

Nicht unerwartet zieht die AfD ins Rathaus ein. 9,9 Prozent verbuchten sie bei ihrem ersten Auftritt am Burgberg. Das sind vermutlich drei Sitze.

Einen Platz im Rat wird wohl auch Dirk Tegtmeyer (Die Linke) einnehmen. "Ich freue mich riesig", sagte er. 2,8 Prozent erhielt der Vertreter der Linkspartei.

Die Auszählung zog sich hin. Erst kurz vor Mitternacht waren alle 22 Bezirke ausgezählt. Es war ein langer Abend. "Es geht in Zeitlupe", sagte Dr. Thomas Wahner (Grüne).

Unabhängig vom Wahlausgang zog der Sprecher der Stadt Gehrden, Frank Born, ein positives Fazit. "Die Wahl ist reibungslos verlaufen", sagt er. Es seien ihm aus keinem Wahllokale Zwischenfälle gemeldet worden. Gut auch die Wahlbeteiligung. Sie betrug 65,1 Prozent.

Vor fünf Jahren lag die CDU in der Gunst der Wähler mit 40,5 Prozent vorne. Die SPD erhielt 34,6 Prozent, die Grünen lagen im amtlichen Endergebnis bei 18,6 Prozent der Stimmen. Die FDP erhielt 2011 5,2 Prozent, der inzwischen verstorbene Einzelkandidat Godehard Bekiersch 1,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag damals in Gehrden bei 60,3 Prozent.

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Von Björn Franz und Dirk Wirausky

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