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Lösung für Neubau am Steinweg?

Gehrden Lösung für Neubau am Steinweg?

Haben die Beteiligten eine Lösung für den geplanten Neubau am Steinweg 25 gefunden? Die Margarethengemeinde hat Vorschläge erarbeitet, die sich sehr am aktuellen Entwurf orientieren.

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Das alte Fachwerkhaus am Steinweg soll durch einen Neubau ersetzt werden. Nach monatelanger Diskussion scheint nun eine Lösung in Sicht.

Quelle: Moser

Gehrden. Die Diskussion um den Neubau am Steinweg 25 könnte bald beendet sein. Der Kirchenvorstand der Margarethengemeinde hat nun konkrete Vorschläge unterbreitet. Die zentrale Aussage ist, dass die nördliche Grundstücksgrenze des Gebäudes unverändert bleibt. Das Kirchenportal solle wie bisher verdeckt bleiben, und der Neubau solle nicht wie von den Architekten geplant verschoben werden. "Auch eine Verlängerung der Ostseite des Hauses um etwa drei Meter in Richtung Marktplatz ist für uns denkbar", sagt die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Dorothea Freifrau von Schlotheim. Eine Bebauung des Kirchengrundstücks sei verhandelbar, wenn der gegenwärtige Baumbestand davon nicht betroffen sei.

Architekt Stefan Höpfinger ist zuversichtlich. "Ein Signal der Kirche liegt nun vor und wir sollten den Dialog fortsetzen", sagt er. Gleichwohl hätte aus seiner Sicht die Margarethengemeinde die Chance nutzen sollen, sich räumlich als Kirche zu öffnen. Deshalb hatte der Architekt vorgeschlagen, den Neubau um drei Meter in Richtung Marktplatz zu verschieben und den Kirchplatz mit einem Baumhain auszustatten. "Das hätte meines Erachtens den Bereich vor dem Kirchenportal aufgewertet", meint Höpfinger. Das will die Gemeinde aber nicht. Sie möchte den intimen Charakter vor ihrem Gotteshaus erhalten. Unabhängig davon sei die grundsätzliche Gestaltung des Neubaus fertig, jetzt müsste das Feintuning folgen.

"Der aktuelle Entwurf kommt den Wünschen der Kirche schon sehr nahe", glaubt die städtische Projektleiterin Christina Unselt. Der dreigieblige Neubau müsste nur wieder um einige Meter in Richtung Norden verschoben werden. Allerdings: Letztlich müsse die Eigentümerin entscheiden, ob sie noch den Atem habe, das Projekt fortzusetzen. "Sie wird nun die Wirtschaftlichkeit ihres Vorhabens prüfen", sagt Unselt. Sie hofft , dass es eine schnelle Lösung gibt - auch im Sinne der geplanten Innenstadtsanierung. "Wenn wir wissen, wie es weitergeht, haben wir endlich Planungssicherheit", sagt Unselt.

Über den Neubau am Steinweg wird seit Monaten diskutiert. Die Eigentümerin will das Gebäude am Steinweg 25 abreißen und ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. Einem ersten Entwurf war von der Politik die Zustimmung verweigert worden. Der geplante Neubau war den Politikern zu gewaltig. Einer Neuvorlage mit kleineren Abmessungen fand später eine Mehrheit. Nicht allerdings bei der Kirche. Ihr war der Baukörper immer noch zu groß. Zuletzt hatte Fachbereichleiter Wolfgang Middelberg der Kirche, die als Anrainer ein Mitspracherecht hat, vorgeworfen, dass sie die Entwicklung der Stadt blockiere. Sie habe zwar den überarbeiteten Entwurf abgelehnt, aber keine Alternativen aufgezeigt. Das hat der Kirchenvorstand nun nachgeholt.

Von Dirk Wirausky

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