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Fußballspiel gegen Bosse-Musiker geplant

Everloh Fußballspiel gegen Bosse-Musiker geplant

Sport, Musik und gemeinsame Erlebnisse: Die SG Everloh-Ditterke will mit dem Projekt „Toleranz“ das gesellschaftliche Zusammenleben verbessern. Ein neu gegründeter Förderkreis unterstützt dieses Vorhaben.

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Das Wort Toleranz steht auf den pinken Trikots der B-Juniorinnen der SG Everloh-Ditterke.

Quelle: Wirausky

Everloh. Fußball spielen, Konzerte besuchen und Tagesausflüge unternehmen: Was sich nach unterhaltsamer Freizeitgestaltung anhört, soll Teil eines sozialen Projekts mit dem Titel „Toleranz“ sein. Doch wie hängt das zusammen? „Wenn ich mit anderen Jugendlichen Fußball spiele und zu Konzerten fahre, lerne ich sie und ihre Lebensumstände kennen“, erklärt Jugendkoordinator Achim Köller. „Wenn ich jemanden kennengelernt habe, ist er mir nicht mehr fremd.“ Köller ist nicht nur Jugendkoordinator bei der Spielgemeinschaft im Gehrdener Ortsteil, sondern auch Inhaber einer hannoverschen Konzertagentur. Daher hat er beruflich Kontakt zu Musikern wie Bosse, der kürzlich als Teil des Toleranz-Projekts einen Satz Trikots für die Spieler der B-Jugend sponsorte, wie wir in dieser Zeitung berichtet haben. „Das Feedback auf die Bosse-Geschichte war sehr positiv“, sagt Köller. Neben einem Fernsehteam hätten sich auch Künstler und Bands gemeldet, dem Projekt viel Erfolg gewünscht und ihre Mithilfe zugesagt hätten. Zu den Unterstützern zählt auch die Agentur „Four Artists“, die mehrheitlich der Band Die Fantastischen Vier gehört, sowie die Deutsche Rockmusik Stiftung. Sie haben nun auch den Spielerinnen der Damenmannschaft sowie den B-Juniorinnen der SG Everloh-Ditterke neue Trikots verschafft. Anstelle eines Sponsors ist auf der Vorderseite der Schriftzug „Toleranz“ zu lesen. Mit der neuen Spielkleidung soll es künftig nicht nur auf den Rasen sondern auch auf die Bühne gehen. „Geplant ist ein Auftritt von etwa 10 Spielerinnen in Toleranz-Trikots zur Eröffnung des Open-Flair-Festivals im August“, sagt Agenturinhaber Köller. Dann sollen die Fußballerinnen im hessischen Eschwege für die Band „Wohnraumhelden“ um den Gitarristen Christof Stein-Schneider (ehemaliges Mitglied der Band „Fury in the Slaughterhouse“) im Chor singen und Bälle ins Publikum schießen. Weiter feilt Köller an einem Freundschaftsspiel von Spielerinnen und Spielern der SG Everloh-Ditterke gegen Musiker Bosse, dessen Crewmitglieder und eventuell weitere Künstler. Ob das Spiel auf dem heimischen Sportplatz oder beim Open Flair Festival stattfinde, werde noch geklärt, sagt der Jugendkoordinator. Besucht werde dazu die Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg unweit des Sportplatzes der SG. „Wir möchten uns dort vorstellen und die Kinder und Jugendlichen zu uns einladen“, sagt Köller. So sollen diese die Möglichkeit bekommen, an Tagesausflügen des Vereins teilzunehmen. Auch Treffen bei Fußballspielen, gemeinschaftliches Kochen oder Hilfe bei Schulaufgaben seien laut Köller angedacht. Erst kürzlich ist ein Förderkreis eingerichtet worden, der bei der Umsetzung dieser Aktionen helfen soll. „Zur Zeit gehören fünf Firmen oder Institutionen zum Förderkreis“, sagt Jugendkoordinator Köller. Mittelfristiges Ziel sei es, den Förderkreis auf zehn Förderer zu erweitern.

Von Nils Oehlschläger

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