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Neues Baugebiet kommt CDU zu schnell

Gehrden Neues Baugebiet kommt CDU zu schnell

Die Stadt plant ein neues Baugebiet im Gehrdener Osten. Die CDU hat Bedenken angemeldet. Ihre Sorge: Die Infrastruktur ist auf den Zuzug weiterer Bürger nicht ausgelegt.

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Nach dem Baugebiet Großes Neddernholz will die Stadt eine weitere Fläche im Gehrdener Osten vermarkten.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Etwa 70 neue Bauplätze möchte die Stadt im nächsten Jahr anbieten. Eine etwa 7 Hektar große Fläche gibt es: am östlichen Rand des Stadtgebietes. Die SPD lobt das Vorhaben. „Ein neues Wohngebiet ist positiv für Gehrden“, sagt SPD-Chef Henning Harter. Und auch die FDP ist einverstanden. „Wir sollten die Pläne zügig umsetzen“, sagt Hilmar Rump.
Vorbehalte hat dagegen die CDU. „Wir brauchen auch eine entsprechende Infrastruktur“, merkt Klaus Dörffer an. Mehr Bürger bedeuten beispielsweise auch mehr Kindergarten- und Krippenplätze. „Das sind Kosten, die auf uns zukommen“, sagt Dörffer. Und da soeben erst das Baugebiet Großes Neddernholz vermarktet worden sei, komme der nächste Bauabschnitt zu früh. „Die Struktur muss erst wachsen“, sagt Dörffer. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinrich Meinecke bat deshalb um Bedenkzeit: zwei Wochen bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses.
So richtig viel Verständnis für die Haltung der Union kommt aus den Reihen der anderen Parteien nicht. „Mir ist schleierhaft, wie die CDU innerhalb von zwei Wochen ihre Bedenken gelöst haben will“, sagt Harter.
Die Grünen lehnen das Baugebiet nicht ab, auch wenn wertvoller Boden versiegelt und dem Naturhaushalt entzogen werde, wie Eva Kiene-Stengel kritisch anmerkt. Eine Zustimmung ist aber dennoch mit einer Bedingung verknüpft: Es sollen ausschließlich Energie-Plus-Häuser und Passivhäuser erlaubt werden. "Wir haben vor einem Jahr dem Masterplan 100% für den Klimaschutz der Region Hannover zugestimmt", sagt Kiene-Stengel. Er beinhaltet, den Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren. "Daran müssen wir uns orientieren", sagt die Grüne.
Eine Auflage, die die SPD aber nicht mittragen wird. „Wir setzen auf Freiwilligkeit und auf Zuschüsse bei klimafreundlichen Standards“, sagt Harter. Die Häuslebauer sollen überzeugt und nicht geknebelt werden.

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