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"Kirche blockiert die Stadtentwicklung"

Gehrden "Kirche blockiert die Stadtentwicklung"

Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg hat die Haltung der Margarethengemeinde zum geplanten Neubau am Steinweg kritisiert. Sie bewege sich in der Sache kein Stück und blockiere damit eine Lösung für das Gebäude. Gleichzeitig behindere sie die Stadtentwicklung.

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Nach wie vor gibt es keine Lösung, was mit dem Haus am Steinweg 25 passieren soll. Die Eigentümerin will einen Neubau errichten. Der letzte Entwurf ist von der Kirche als Nachbar aber abgelehnt worden.

Quelle: Moser

Gehrden. "Es ist eine völlig unbefriedigende Situation", sagte Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Städteplanung zum Thema Bratsch-Haus. "Es ist der Margarethengemeinde offenbar egal, ob es eine schnelle Lösung gibt", kritisierte er weiter. Zurzeit blockiere sie mit ihrer Haltung zudem die weiteren Planungen für die Innenstadtsanierung am Marktplatz.

Der Kirchenvorstand der Margarethengemeinde hatte Ende April einen überarbeiteten Entwurf des Neubaus am Steinweg 25 mehrheitlich abgelehnt. Das geplante neue dreigieblige Haus vor der Margarethenkirche war den Kirchenvertretern zu groß. Seit dem Veto herrscht Stillstand in den Verhandlungen. Als unmittelbarer Nachbar des Grundstücks hat die evangelische Gemeinde ein Mitsprachrecht bei den Bauplänen.

Middelberg hat wenig Verständnis für die Kirche. Sie habe den Entwurf abgelehnt, aber keine Alternative aufgezeigt. "Wir wissen nicht, was für sie akzeptabel wäre", sagt Middelberg. Außerdem greife die Kirche auch in die Stadtpolitik ein - "und dafür ist sie nicht verantwortlich." Das Problem der Stadt: Sie kann die Umgestaltung des Marktplatzes nicht planen, so lange keine Entscheidung über die Zukunft des Bratsch-Hauses gefallen ist.

Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes Dorothea Freifrau von Schlotheim wollte sich gestern nicht zu den Vorwürfen äußern. Sie verwies vielmehr auf die Sitzung des Kirchenvorstandes am Dienstag, 22. September. "Dort befassen wir uns mit dem Thema", sagte sie.

Die Eigentümerin will das Gebäude am Steinweg 25 abreißen und ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten. Gegen diese Pläne hatten sich in der Vergangenheit auch zahlreiche Bürger ausgesprochen. Sie wollten das historische Fachwerkhaus am Steinweg erhalten. Sogar eine Unterschriftenliste wurde Bürgermeister Cord Mittendorf vor Weihnachten übergeben. Die Mehrheit des Rates stimmte aber dem Vorhaben der Besitzerin des Hauses zu.

Von Dirk Wirausky

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