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Immer mehr Kunden bei der Tafel

Gehrden Immer mehr Kunden bei der Tafel

Der Tafelladen in Gehrden findet immer größeren Zuspruch. Mehr als 100 bedürftige Menschen decken sich dort einmal die Woche mit Lebensmitteln ein. Tendenz steigend.

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Rosemarie Lindwedel (links) und Gesa Rosentreter vom DRK-Ortsverein Redderse übergeben dem Leiter der Gehrdener Tafel, Peter Radike, 300 Euro und Süßigkeiten für die Kinder.

Quelle: Wirausky

Gehrden/Redderse. Streng genommen ist es eine Erfolgsgeschichte: Im April 2011 wurde in Gehrden ein Tafelladen eingerichtet, der bedürftige Menschen mit Lebensmittel versorgt. 26 Kunden hatte die Einrichtung zu Beginn, inzwischen sind es 300 Bürger, darunter 160 Kinder, aus Gehrden und Ronnenberg, die jeden Donnerstag das Angebot am Kantplatz nutzen. Für Peter Radike eher eine bedenkliche Entwicklung. "Es wäre mir lieber, wir wären überflüssig", sagt der Leiter.

Und die 25 Helfer und er stehen vor immer neuen Herausforderungen. So steige zwar die Zahl der Tafelkunden kontinuierlich, aber "die Lebensmittel, die wir erhalten, werden nicht mehr", sagt Radike. Ein Grund: Die Supermärkte planen inzwischen viel genauer als früher. "Es bleiben einfach nicht mehr so viele Lebensmittel übrig", sagt Radike. Auch die zunehmende Zahl an Flüchtlingen hat die Arbeit der Tafel verändert. Etwa 45 Prozent der Kunden sind Migranten. Oft fehle es an Produkten für muslimische Mitbürger. Zudem gibt es Sprachprobleme. Man verständige sich oft mit Händen und Füßen. "Das ist nicht immer einfach, aber insgesamt läuft der Betrieb reibungslos", betont Radike.

Nach wie vor groß ist die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Vereinen. "Das hilft uns sehr", sagt er. Nun hat beispielsweise der DRK-Ortsverein Redderse der Tafel 300 Euro übergeben. "Wir wollen damit die Arbeit unterstützen", sagt die Vorsitzende Rosemarie Lindwedel. Von dem Geld sollen dringend benötigte Sache angeschafft werden. "Eventuell nutzen wir einen Teil der Summe auch, um den Kindern der Tafelkunden ein kleines Weihnachtsgeschenk zu machen", sagt Radike.   

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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