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Stadtfest-Veranstalter bauen auf die Polizei

Barsinghausen/Gehrden Stadtfest-Veranstalter bauen auf die Polizei

Nach den jüngsten Anschlägen werden überall in Deutschland die Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen verschärft. Auch vor den Stadtfesten in Gehrden und Barsinghausen setzen sich Veranstalter und Polizei noch einmal zusammen, um über die Sicherheit der Besucher zu sprechen.

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In Barsinghausen drängten sich die Stadtfest-Besucher im vergangenen Jahr beim Auftritt der Jetlags dicht an dicht vor der Bühne am Thie.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen/Gehrden. In Barsinghausen wird vom 
26. bis 28. August das 45. Stadtfest gefeiert. Klaus Danner, Vorsitzender privaten Interessengemeinschaft (IG) Stadtfest, hat großes Vertrauen zur Polizei: „Sie war in den vergangenen Jahren sichtbar, wo es nötig ist, und hielt sich sonst im Hintergrund“, sagt er. „Wir haben seit drei Jahren ein Sicherheitskonzept, das gut funktioniert. Stadt, Feuerwehr und Arbeiter-Samariterbund haben daran mit gewirkt.“ Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden sich die Beteiligten aber noch einmal absprechen.

Einsatzleiter beim Stadtfest ist Polizeihauptkommissar Siegfried Koch. Wie viele Beamte vor Ort sein werden, will er Blick auf eventuelle Störer – und damit meint er keine Extremfälle – nicht verraten, damit die Polizei nicht ausrechenbar wird: „Wir tun alles menschenmögliche.“ So würden zusätzlich eine sogenannte Verfügungseinheit aus Garbsen angefordert, und es werden zahlreiche Zivilkräfte unbemerkt über das Stadtfest gehen. Gitter und Einlasskontrollen seien aber nicht möglich: „Wir können nicht die ganze Stadt absperren“, sagt Koch.

In Gehrden treffen sich die Stadtfestmacher vom Verein Gehrden feiert Feste (GfF) am nächsten Freitag mit Vertretern der Polizei. Es ist eine obligatorische Zusammenkunft, die es jedes Jahr im Vorfeld des Stadtfeste gibt. Dabei werde auch die Sicherheitslage für die Veranstalltung am 13. und 14. August erörtert, sagt GfF-Vorsitzender Malte Losert.

Dass angesichts der Anschläge neue Maßnahmen ergriffen werden und möglicherweise die Polizeipräsenz erhöht wird, glaubt Losert nicht. „Wir haben seit eh und je einen Sicherheitsdienst“, sagt er. Und Einlass- oder gar Rucksackkontrollen lassen sich aus seiner Sicht nicht umsetzen. Auch die Stadt wird den Veranstaltern keine Sicherheitsauflagen machen. „Das ist für uns kein Thema“, sagt Bürgermeister Cord Mittendorf. Er verlasse sich dabei ganz auf die Polizei.

Von Jörg Rocktäschel 
und Dirk Wirausky

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