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Geschichte der ehemaligen Ziegelei

Gehrden Geschichte der ehemaligen Ziegelei

Die Ziegelei Gehrden heißt das neue Heft des Heimatbundes. Dieter Mahlert fasst darin die Geschichte des Werkes von der Gründung 1872 bis zur Schließung 1967 zusammen.

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Das alte Foto zeigt die alte Ziegelei in Gehrden. Heute erinnert nichts mehr an das Werk. Die Arbeiten wurden dort 1967 eingestellt.

Quelle: Mahlert

Gehrden. Am Fuße des Gehrdener Berg lag einst die Ziegelei. Weit zu sehen wegen des hohen Schornsteins, und auch weit zu hören wegen des regelmäßigen Heulens der Sirenen zu Beginn und Ende jeder Schicht. „Das war abends für uns Kinder auch das Signal, dass wir nach Hause mussten“, erinnert sich Dieter Mahlert.

Mahlert ist in Reichweite der Ziegelei aufgewachsen. Oft habe er mit seinen Freunden in der Steinkuhle gespielt, oder zugeschaut, wie der Ton ausgebaggert worden sei. Später hat Mahlert sogar in den Ferien in dem kleinen Unternehmen gearbeitet. „Ich habe die Steine in der Trockenanlage gestapelt“, sagt er. Das sei eine anstrengende Arbeit gewesen. Die Ziegelei sei ein Teil seiner Kindheit gewesen.

Heute erinnert nur noch ein Straßenname an die alte Ziegelei. „Aber sie ist ein wichtiges Stück Gehrdener Industriegeschichte“, sagt Mahlert. Die Ziegelei sei neben Neuwerk der älteste Industriebetrieb am Burgberg, sagt der Vorsitzende des Heimatbundes. Nun hat er in der Reihe „Gelbe Hefte“ die Historie des Werkes zusammengefasst – bevor sie gänzlich in Vergessenheit gerate.

1872 wurde die Ziegelei gegründet, 1967 wurde der Betrieb eingestellt. Es habe sich nicht mehr gelohnt, berichtet Mahlert. Im März 1996 sprengte das THW den Schornstein. Heute erinnern nur noch einige ehemalige Arbeiterhäuser an das Werk.

Mahlert hat auf 60 Seiten die Geschichte der Ziegelei aufgeschrieben, die Herstellung der Ziegel und das Brennen der Steine erläutert, sowie die Entwicklung der Lehmgrube zur Müllkippe beschrieben. Angereichert sind die Aufzeichnungen mit zahlreichen historischen Fotos.

Das Heft gibt es ab sofort bei Kusche, Steinweg 4, zum Preis von 2,50 Euro.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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