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Kreuzung bleibt gefährlich

Gehrden Kreuzung bleibt gefährlich

Die im Zuge der Stadtsanierung umgebaute Kreuzung am Steintor in Gehrden steht in der Kritik. Der Vorwurf: Sie ist unübersichtlich und gefährlich. Montag wurde dort ein Mann an einem Fußgängerüberweg in Höhe des Steinwegs von einem Auto angefahren und schwer verletzt.

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Die Belastung nimmt zu

Die Kreuzung am Steintor: Ziel ist es, dass die Verkehrsteilnehmer nach der kompletten Umgestaltung des Bereichs aufeinander Rücksicht nehmen - ohne Verkehrsschilder oder Zebrastreifen. Viele Bürger bezweifeln, dass das funktioniert.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Schulkinder, die zwischen fahrenden Autos über die Straße laufen, ein Wohnmobil, das auf dem Gehweg steht, Fußgänger, die vergeblich am Zebrastreifen warten, bis sie über die Fahrbahn gehen können, ausparkende Fahrzeuge, die Passanten übersehen, und dazu zahlreiche Busse, die den Bereich durchfahren - an der Steintor-Kreuzung, die als Teil der Innenstadtsanierung großzügig umgestaltet worden ist, können Verkehrsteilnehmer schnell den Überblick verlieren, und sie steht in der Kritik. Der Hauptvorwurf: Es fehlt eine gezielte Verkehrsführung. Bürger fordern deshalb eine klare Regelung.

Doch genau die soll es nicht geben. Zwar hat die Stadt vor einigen Monaten nach mehreren gefährlichen Zwischenfällen und Beschwerden aus der Bevölkerung an der Gartenstraße in Höhe der Sparkasse einen abgefräster Zebrastreifen provisorisch neu anlegen lassen – doch das ist nur vorübergehend. Denn wenn der Bereich rund um die Kreuzung am Steintor komplett umgestaltet ist, soll dort künftig in einem verkehrsberuhigten Bereich für die Autos nur noch Tempo 20 gelten. Der Straßenverkehr wird dann von einem Konzept geregelt, das auf höchster gegenseitiger Rücksichtnahme beruht.

Und die Planer glauben auch, dass das Konzept am Ende aufgeht. Sie setzen auf einen Lernprozess. Zum einen sei die Umgestaltung der Fläche am Steintor noch nicht abgeschlossen, zum anderen sei es das langfristige Ziel, dass sich der Verkehrsfluss selbst regele, informierte kürzlich ein Verkehrsexperte die Politiker. Doch auch die Verkehrsplaner sind lernfähig. Sollte sich bei den Verkehrsteilnehmern nicht der erhoffte Effekt einstellen, dann sollen ein Minikreisel oder Querungshilfen die Lage verbessern, heißt es.

Aktuelle Beschwerden sind der Stadt nicht bekannt. Er habe das Gefühl, dass die Bürger den gegenwärtigen Zustand tolerieren, sagt Fachbereichsleiter Frank Born. Aber er ist ehrlich: "Es ist zurzeit keine glückliche Situation, weil die Umgestaltung noch nicht richtig fertig ist."

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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