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Erste Pläne gab es schon vor 35 Jahren

Ditterke Erste Pläne gab es schon vor 35 Jahren

Die B65 soll an den Ortschaften Nordgoltern, Ditterke und Everloh vorbeigelegt und vierspurig ausgebaut werden. Diese Pläne sind in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. In Ditterke ist die Meinung geteilt.

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Viel befahrene Strecke: Die Bundesstraße 65 soll in den Süden der bisherigen Trasse an den Ortschaften Everloh und Ditterke vorbei geführt werden - anstatt wie bisher durch die beiden Dörfer.Südlich von Ditterke und Everloh soll eines Tages die neue Strecke der B65 verlaufen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ditterke. Die B65 und Ditterke – eine schon Jahrzehnte bestehende innige Beziehung. Nun soll die Strecke verlegt, und eines Tages südlich an dem Ort vorbeiführen. Grund dafür ist, die stark befahrene und durch Unfälle häufig gesperrte A2 zu entlasten. Zwar seien die aktuellen Pläne noch „nichts Endgültiges, doch wir sollten uns bereits jetzt mit dem Vorhaben befassen“, sagte Ortsbürgermeisterin Heide Rath bei der Ortsratssitzung. Denn eines weiß sie schon jetzt: Die Privatleute in Ditterke würden sich freuen, wenn die Autos nicht mehr durch den Ort rollen, die Gewerbetreibenden wiederum befürchten Nachteile für ihre Firmen. „Die Meinung ist gespalten“, sagte Rath.

Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang auch der große Flächenverbrauch für den Neubau der vierspurigen Trasse. Etwa 50 Hektar zwischen Nordgoltern und Everloh seien betroffen, sagte Rath. Und der ehemalige stellvertretende Ortsbürgermeister Herwig Oehlschläger merkte an, dass durch den geplanten neuen Streckenverlauf der Bundesstraße das Landschaftsschutzgebiet zerstört werde. Andere Bürger wiesen darauf hin, dass auch ein Schallschutz in die Planungen des Bundes eingearbeitet werden müssten.

Abgesehen davon glauben die Ditterker nicht, dass ihre Wünsche und Anregungen bei den zuständigen Behörden berücksichtigt werden. „Ich habe Zweifel, dass wir Einfluss auf die Planungen nehmen können“, sagte Unternehmer Siegfried Blank. Er sei beispielsweise keineswegs davon überzeugt, dass alle Dorfbewohner eine Umgehungsstraße wollen. Wie auch immer: Fachdienstleiter Holger Spohr empfahl, sich frühzeitig in das Verfahren einzubringen. Er gehe aber davon aus, dass der Planungsvorlauf etwa acht Jahre dauern werde. Oehlschläger überrascht das nicht: „Schon vor 35 Jahren gab es erste Pläne.“ Umgesetzt wurden sie nicht.

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