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Diskussion über Windkraftanlagen geht weiter

Gehrden Diskussion über Windkraftanlagen geht weiter

Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, hat die Windenergieprojekte in der Region verteidigt und gleichzeitig die Bürgerinitiative Gegenwind kritisiert.

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Gegner und Befürworter: Das geplante Repowering der Windkraftanlagen in Leveste spaltet die Gemüter.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Für Udo Sahling steht fest: Der Ausbau der Windenergie sei gerade jetzt in den viel verbrauchenden Regionen in Deutschland sinnvoll und notwendig. "Das Leitungsnetz ist dort traditionell stark ausgebaut und der erzeugte Strom wird von den viel verbrauchenden Unternehmen in der Region Hannover aufgesaugt  wie ein Schwamm", sagt der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur. Keine einzige Kilowattstunde müsse aus dem Raum Hannover nach Süden transportiert werden oder „landet im Papierkorb“, wie die Bürgerinitiative Gegenwind behauptet habe.

Auch von einer „rücksichtslosen Verschandelung der Landschaft“ könne nicht die Rede sein. „Und mich persönlich beruhigt es, wenn sich die Windenergieanlage, die ich aus unserem Küchenfenster sehen kann, dreht, denn dann weiß ich, dass Grohnde und Mehrum bald abgestellt werden können“, sagt Sahling.

Dem Sprecher der BI, Ernst-Richard Köper, unterstellt Sahling reinen Populismus. Es sei zudem der Versuch, sich als Kandidat für den Gehrdener Rat damit vor der Kommunalwahl Stimmen zu ergattern.

Die CDU-Regionsabgeordnete Heide Rath fordert die Gegner von Windkraftanlagen auf, das Thema zu versachlichen. „Es wird sehr emotional diskutiert und dabei werden auch Ängste geschürt“, sagt Rath, die zwei Jahre lang als Mitglied der Regionsversammlung an dem neuen Raumordnungsprogramm, in dem Vorranggebiete für Windenergieanlagen festgelegt worden sind, mitgewirkt hat. Der Entschluss in Leveste eine Repowering der Anlagen zu erlauben, habe ausschließlich damit zu tun, dass dort bereits ein Windpark stehe. Außerdem: „Wenn die Anlagen vergrößert werden sollen, kommt es zu einem komplizierten Genehmigungsverfahren“, sagt sie. Es sei deshalb keineswegs klar, dass die Windräder am Levester Ortsrand tatsächlich größer und höher werden könnten.

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