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Continental lässt für Werbefilm Straße sperren

Ditterke Continental lässt für Werbefilm Straße sperren

Nicht Hollywood, sondern Ditterke: Der Continental-Konzern lässt einen internationalen Werbefilm drehen. Weil für den fünfminütigen Film auch eine Drohne zum Einsatz kam, mussten etliche Autofahrer auf der Kreisstraße 247 längere Wartezeiten und Umwege in Kauf nehmen.  

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Ferngesteuert: Regisseur Johannes Kizler (Bild links, rechts) beobachtet, wie die Mitarbeiter seiner Filmcrew eine Drohne (Bild rechts) im Parallelflug entlang der Kreisstraße steuern, um ein fahrendes Auto zu filmen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Nichts für schwache Nerven: Am Ortsausgang von Ditterke steht der kräftige Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes mit verschränkten Armen vor einer Straßensperre. Fast stoisch rückt er schließlich seine Sonnenbrille zurecht. Im abgesperrten Bereich jenseits der Leitbake kreist in etwa 150 Metern Entfernung ein kleines Flugobjekt. Die Szenerie wirft Fragen auf. Denn: Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich der fliegende Kreisel als Drohne. Und der Sicherheitsmann lauscht konzentriert den verrauschten Wortfetzen eines Funkgeräts. Dann schiebt er wortlos die Leitbake zur Seite und winkt wartende Autofahrer durch.

„Wir sperren die Straße nur, wenn auch wirklich gerade gefilmt wird“, sagt Andrea Giesel. Die Aufnahmeleiterin hat sich mit einem Kamerateam und zehn Mitar- beitern eines Fernsehproduktionsteams an einem Feldweg postiert. Dort sieht es aus, wie es an einem Filmset wohl aussehen muss: Kleintransporter mit technischem Material, Männer mit Funkgeräten am Ohr und Klemmbrettern unter dem Arm.

„Wir können loslegen“, sagt Johannes Kizler. Den 32-jährigen Berliner hat der Automobilzulieferer Conti als Regisseur verpflichtet. In Ditterke wird eine Szene für einen fünfminütigen Imagefilm gedreht. „Der wird im September bei der Internationalen Automobilausstellung gezeigt, später bei Messen in Tokio, Shanghai und Detroit - mehrsprachig“, sagt die Aufnahmeleiterin. Sechs Drehtage hat sie insgesamt eingeplant. „Zuletzt waren wir in Frankfurt in einer Crashtest-Halle“, sagt Giesel.

In Ditterke wird eine Situation inszeniert, in der ein automa- tisches Frühwarnsystem gerade noch den Zusammenstoß eines Autos mit einem Trecker verhindert. Warum Ditterke? „Ich kenne den Standort von einem früheren Dreh: Das ist die schönste Landstraße weit und breit - mit Strohballen, Apfelbäumen und ohne Mittelmarkierungen“, begründet Giesel die Standortwahl. Als Treckerfahrer hat die Filmcrew einen lokalen Akteur gewonnen: Werner Meier, Kreislandwirt der Region Hannover. Doch bevor seine Szene gedreht wird, kommt erst noch einmal die Drohne zum Einsatz. „Sie filmt die Fahrt des Autos über die Landstraße im Parallelflug“, sagt Giesel. Der verhinderte Zusammenstoß soll später von ei-nem vorausfahrenden Begleitwagen gefilmt werden. „In Deutschland wird Conti oft vor allem als Reifenhersteller wahrgenommen, weniger als Automobilzulieferer“, sagt Filmproduzent Carsten Schüler.

Welcher Aufwand hinter dem Filmprojekt steckt, kann Desiree Balk aus der Kommunikationsabteilung von Conti sagen. „Von der Idee bis zum fertigen Produkt vergehen fast fünf Monate.“

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