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Ein Leuchtturm des Klimawandels

Gehrden Ein Leuchtturm des Klimawandels

In Gehrden-Ost soll ein energetisches Stadtquartierskonzept umgesetzt werden –unter Beteiligung der Bürger und Gewerbetreibenden.

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Eröffnung: Bürgermeister Cord Mittendorf begrüßt die Teilnehmer zur Auftaktveranstaltung  „Energetisches Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost“.

Quelle: Wirausky

Gehrden.  Der Auftakt ist gemacht. In der Gymnastikhalle des SV Gehrden wurde rund 50 Bürgern das energetische Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost vorgestellt. „Damit bringen wir ein Pilotprojekt in Gang“, sagte Bürgermeister Cord Mittendorf in seiner Begrüßungsrede.

Ein konsequenter Schritt: Die Stadt Gehrden engagiert sich schon seit Langem für den Klimaschutz vor Ort und sie unterstützt das Ziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu vermindern. 2017 wurde dazu mit Edmund Jansen auch ein Klimaschutzmanager ernannt. Mit der Erstellung eines energetischen Stadtquartierkonzepts für Gehrden-Ost will die Stadt nun eine weitere Etappe gehen, um die Klimaschutzziele zu erreichen und sie will zudem einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung leisten.

Für Ralf Borchers aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium ist es ein zukunftsweisendes Projekt „Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ bekräftigte Borchers –vor allem mit Blick auf den Verkehrssektor. „Wir müssen das Mobilitätsverhalten anders gestalten“, forderte er. Das unterstrich auch Gastredener Sven Strube vom Institut für Verkehrsmanagement der Hochschule Braunschweig. „Der Verkehr ist ein wachsender Sektor bei der Schadstoffemission.“ Gleichzeitig sprach sich Strube für eine klimaschonende E-Mobilität im Gehrdener Osten aus. 

Mit Gehrden-Ost sei ein spannendes Quartier ausgwählt worden, so Borchers. Er hoffe, dass sich die Akteure in dem Gebiet als eine Verbrauchergemeinschaft begreifen, die gemeinsam Einsparpotenziale beispielsweise in der Strom- und Wärmeversorgung sowie eben in der Mobilität finden. „Das Projekt könnte ein Leuchtturm des Energiewandels werden“, lobte Borchers die Initiative.

Ein Pilotprojekt der Region 

Das energetische Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost ist ein Pilotprojekt der Klimaschutzagentur, und der Wirtschaftsförderung der Region Hannover, das zusammen mit der Stadt Gehrden umgesetzt wird. Gefördert wird es von der KfW-Bank aus Bundesmitteln, vom Land Niedersachsen (NBank) und durch personelles Engagement der Stadt Gehrden, die gleichzeitig Antragstellerin für die Förderanträge ist. Die Kosten betragen rund 100000 Euro. Fördergeld kommen von der KfW-Bank und der N-Bank. 10000 Euro gibt die Region, bei gut 15 Prozent liegt der Eigenanteil der Stadt. dw

Und die geht vor allem von der Klimaschutzagentur der Region aus. Ziele der energetischen Stadtsanierung sollen die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und Infrastrukturen im Quartier sein. Unter anderem wird in Gehrden-Ost geprüft, ob Abwärme aus dem Gewerbegebiet für das Wohngebiet mitgenutzt werden kann.

Wesentlich für eine erfolgreiche Konzepterstellung ist die Motivation und Mitarbeit aller Akteure im Quartier östlich der Schulstraße und des Stadtweges. Durch intensive Beteiligungsangebote sollen Erkenntnisse für alle gewonnen werden. „Ein vernünftiger Fahrplan ist die entscheidende Voraussetzung“, sagte Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur.

Am Anfang allen Handelns steht die kostenlose Beratung. „Dort erhalten alle Bürger und Gewerbetreibenden Antworten auf ihre persönliche Fragen zu Themen wie Energieeinsparungen, Modernisierungsbedraf der Gebäude oder energetische Versorung“, warb Udo Scherer, Mitarbeiter der Klimaschutzagentur.  Auf dieser Grundlage  soll das Konzept erstellt werden. In gut einem Jahr soll es fertig sein und vorgelegt werden können. 

Von Dirk Wirausky

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