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Ein Kindergarten im Gehrdener Wald

Gehrden Ein Kindergarten im Gehrdener Wald

In Gehrden gibt es Überlegungen, einen Waldkindergarten am Gehrdener Berg einzurichten. Ein entsprechender Vorschlag der Grünen soll nun von der Verwaltung geprüft werden.

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Ein möglicher Standort für einen Waldkindergarten: der alte Pferdestall am Berggasthaus Niedersachsen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Daniel Urban ist sich sicher. "Das ist eine Möglichkeit, kostengünstig Kindergartenplätze zu schaffen", sagt der Bündnisgrüne. Gleichzeitig könne die Stadt ihr Betreuungsangebot breiter aufstellen. Auch Helmut Meffert (SPD) glaubt, dass ein Waldkindergarten eine Entlastung für die angespannte Betreuungssituation im Stadtgebiet sei.

Schmackhaft gemacht hat den Gehrdener Politiker das Projekt die Hemminger Erzieherin Patrizia Deumeland-Hartmann, die auf Einladung der Stadt Auskunft gab. In der Nachbarkommune gibt es seit 15 Jahren den Verein "Die Waldameisen". Er ist der Träger der Kinderbetreuung unter freiem Himmel und an der frischen Luft. Unterstützt wird der Verein von der Stadt Hemmingen. "Es ist eine günstige Einrichtung", sagt Deumeland-Hartmann. Und eine sinnvolle dazu. "Die Kinder spielen den ganzen Tag in der Natur, sind in Bewegung und entwickeln viel Fantasie", sagt Deumeland-Hartmann. Zudem werde das Sozialverhalten nachhaltig gefördert. Die Nachfrage nach einem der 15 Plätze im Hemminger Bürgerholz ist groß - obwohl die Jungen und Mädchen nur von 8 bis 13 Uhr betreut werden. Länger erlaubt der Gesetzgeber nicht. Die Kindergartengebühren lehnen sich an den Gebühren der Stadt an.

Allerdings: Die Einrichtung eines Waldkindergartens bedarf bestimmter Vorgaben. Es muss eine Unterkunft geben, auch ein fester Schutzraum muss vorhanden sein und Toiletten sind ebenfalls gefordert.

Einen Bedarf nach einem Waldkindergarten gibt es im Gehrdener Stadtgebiet bislang nicht. "Es besteht vor allem eine Nachfrage nach längeren Betreuungszeiten", sagt Fachdienstleiterin Britta Häupl. Für die Grünen kein Argument. "Wir müssen das Angebot machen, dann wecken wir auch das Interesse der Eltern", meint Nicole van der Made.

Die anderen Parteien stehen dem Projekt zumindest wohlwollend gegenüber. Die Stadt soll nun prüfen, ob die Einrichtung eines Waldkindergartens in städtischer oder in privater Trägerschaft im Gehrdener Wald möglich ist.

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