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Grünes Licht für Aldi und Lidl

Gehrden Grünes Licht für Aldi und Lidl

Die Stadt Gehrden hat ein Einzelhandelsgutachten erstellen lassen. Die wichtigste Erkenntnis: Die Stadt hat Potential für einen weiteren Discounter. Die Politiker haben nichts dagegen.

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Eine Erweiterung des Aldi-Marktes an der Levester Straße ist möglich.

Quelle: Lisa Malecha

Gehrden. Dass Lidl ein großes Interesse an einer Neuansiedlung im Gehrdener Stadtgebiet hat, ist ein offenes Geheimnis. Nach der Aufgabe ihrer Filiale am Dammtor sucht das Unternehmen nach einem neuen Standort. Ein Fläche scheint Lidl gefunden zu haben - und zwar auf dem Areal des Kleingärtnervereins an der Ronnenberger Straße. Mit dem Verein hat sich das Unternehmen geeinigt. Er wird eine Fläche von etwa 8000 Quadratmeter abtreten.

Dass Lidl inzwischen so offensiv in die Verhandlungsphase eingetreten ist, liegt  auch an dem Einzelhandelsgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, und das bereits im Januar vorgestellt worden ist. Eine Quintessenz der Untersuchung: Das Potenzial für einen weiteren Supermarkt ist in der Stadt vorhanden und im Bereich der Kleingartenkolonie ist laut der Experten die Ansiedlung eines Marktes möglich. Insofern werden Politiker und Verwaltung grünes Licht für das Vorhaben geben. Es ist davon auszugehen, dass das Konzept in der nächsten Ratssitzung verabschiedet wird.

Allerdings muss noch eine weitere Instanz positiv entscheiden: die Region. Lidl muss dort ein standortbezogenes Gutachten vorlegen. Läuft alles rund, dann könne aus Sicht von Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg 2018 gebaut werden.

Noch ein weiterer Discounter wird das Gutachten wohlwollend zur Kenntnis genommen haben: Aldi. Das Unternehmen hatte bereits 2014 angekündigt, seine Filiale an der Levester Straße erweitern zu wollen. Nun kann Aldi mit dem Planverfahren beginnen. Allerdings muss auch Aldi der Region ein weiteres Gutachten vorlegen. Das kostet Zeit. "In diesem Jahr wird der Umbau nicht mehr beginnen", meint Middelberg. Aldi will unter anderem die Verkaufsfläche vergrößern und mehr Stellplätze anlegen.

Aldi war auch der Auslöser dafür, dass die Stadt ein Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben hat. Aufgrund der Pläne der Discounterkette hatte die Region ein Konzept gefordert. „Wir mussten eine Beurteilung vorlegen, welche Auswirkungen diese Erweiterung hat“, sagt Middelberg. Das Vorhaben darf sich nicht negativ auf die Umsätze im Stadtzentrum auswirken. Gleichzeitig soll die Expertise der Stadt verwertbare Informationen darüber liefern, welche Sortimente und Angebote künftig zu einer Belebung des Stadtzentrums beitragen könnten.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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