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Eltern befürchten Überforderung ihrer Kinder
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Gehrden Eltern befürchten Überforderung ihrer Kinder

Das Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) in Gehrden hat einen Rückgang bei den Anmeldungen für die Musikzweigklassen registriert. Offenbar betrachten viele Eltern den Instrumentenunterricht als Zusatzbelastung für ihre Kinder - auch vor dem Hintergrund des verkürzten Abiturs.

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Klassenorchester: Die Schüler des Musikprofils aus dem neunten Jahrgang spielen gemeinsam ein Lied.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Musik spielt am Gehrdener Gymnasium seit mehr als 20 Jahren eine bedeutende Rolle. „Am MCG wird bereits seit 1991 in jedem neuen Jahrgang eine Musikzweigklasse gebildet“, sagt Lehrerin Sabina Kampkötter. Für die Fachobfrau Musik ist das Angebot eine Bereicherung in der Schullandschaft. Laut Kampkötter gibt es in der gesamten Region nur noch an der Goetheschule in Hannover Musikzweigklassen.

Trotzdem sind am MCG die Anmeldungen für das Profil zurückgegangen. Zu Beginn dieses Schuljahres konnte zum ersten Mal nur eine halbe Musikzweigklasse eingerichtet werden. Die Anzahl der Anmeldungen war um ein Drittel gesunken - auf 20 Schüler.

„Wir vermuten, dass viele Eltern eine Überforderung ihrer Kinder befürchten“, sagt Kampkötter. Sie will diese Sorgen zerstreuen. „Wir wollen keine Mozarts ausbilden, sondern wir setzen auf Breitenarbeit“, sagt die Lehrerin. Grundsätzlich gelte: „Aufgenommen werden im Zweig alle Schüler, die verstärkt an Musik interessiert sind. Ein Instrument müssen sie noch nicht zwingend spielen“, betont sie. Instrumentalunterricht müsse ohnehin privat erfolgen.

Grundlage des Profils sind am MCG vielmehr zwei zusätzliche Wochenstunden Musikunterricht. „Als Ergänzung wird auf Praxisarbeit gesetzt“, sagt Kampkötter. Jede Klasse sei auch ein Orchester. „Die Aufgabe der Lehrer ist es, jeden Schüler entsprechend seines Leistungsstandes einzusetzen - notfalls als Begleitung mit dem Schellenkranz“, sagt sie.

Schüler, die kein Instrument spielen, sind in den Klassen aber selten. „Die meisten spielen schon Klavier, Flöte oder Gitarre“, sagt Kampkötter. Sie hält das Musikprofil für eine Chance: „Orchesterarbeit fördert Teamfähigkeit und Selbstvertrauen.“ Nach der neunten Klasse endet der Schwerpunkt aber - wegen der nötigen Vorbereitungen für die Oberstufe.

Das MCG informiert am Montag, 4. Februar, ab 19 Uhr in der Aula über mögliche Profilangebote.

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HAZ-Redakteur/in Ingo Rodriguez

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