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Eltern fordern Spielplatzgeräte für Kleinkinder

Gehrden Eltern fordern Spielplatzgeräte für Kleinkinder

Attraktive Spielplätze sind für eine kinderfreundliche Stadt unverzichtbar: Davon sind Gehrdens Kommunalpolitiker überzeugt. Deshalb haben sie am Wochenende die Spielflächen in der Kernstadt besichtigt und Verbesserungsvorschläge aufgelistet. Doch die Ausstattung kostet Geld, und das ist nicht unbegrenzt vorhanden.

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Was macht einen guten Spielplatz aus? Ratsfrau Lena Otto (CDU) probiert im Nordfeld ein Spielgerät aus.

Quelle: Kerstin Siegmund

Gehrden. Was macht einen guten Spielplatz aus? Auf diese Frage haben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren am Sonnabendvormittag eine Antwort gesucht. Um nicht an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei zu investieren, schauten sich die Politiker auf den Spielplätzen um.

Im Ottomar-von-Reden-Park erhielten sie wertvolle Hinweise von Eltern. Die Mehrzahl der Spielplätze sei für Kinder im Grundschulalter ausgestattet, lautete die Einschätzung der Väter und Mütter. „Es fehlen Schaukeln und Spielgeräte für Babys und Kleinkinder“, kritisierten die Eltern. Ein Ärgernis sind die zahlreichen Hundehaufen im Park. Gehrdens Politiker suchen nun nach einer Lösung des Problems. „Wir müssen mit der Region als Eigentümer des Parks ins Gespräch kommen, damit ein kinderfreundlicher und größerer Spielplatz in einer hundefreien Zone entstehen kann“, sagte der Ausschussvorsitzende Peter Lübcke.

Der Zustand der Spielflächen ist den Politikern wichtig. „Wir müssen die Spielplätze genauso im Auge behalten wie die Sportflächen“, sagte Lübcke mit Blick auf die beschlossene Investition in einen Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage. „Wir wollen keinen Spielplatz aufgegeben“, ergänzte Heinz Strassmann (Grüne). Sein Ratskollege Kai-Magnus Paulsen forderte eine Investition mit Augenmaß. „Lieber einen Platz vernünftig herrichten als viele unattraktive“, sagte der FDP-Politiker.

Die Ausstattung kostet Geld, und das ist nicht unbegrenzt vorhanden. Wie schnell die finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, erläuterte der städtische Bauhofleiter Michael Schröder. „40.000 Euro für Geräte sind ruckzuck weg, wenn eine neue Doppelschaukel fast 2000 Euro kostet. Mit Ab- und Aufbau sind wir schnell bei der dreifachen Summe“, sagte Schröder.

Stadt zahlt 84 000 Euro

In Gehrden gibt es 43 Spielplätze, davon 29 in der Kernstadt. Nicht alle Areale gehören der Stadt, einige befinden sich auch in der Trägerschaft von Wohnungsgesellschaften oder anderen Betreibern.
Die Ausschussmitglieder haben sich am Sonnabend bei ihrer dreistündigen Rundreise folgende Spielplätze in der Kernstadt angeschaut: Nordfeld Nord-Ost, Nordfeld Süd-West, Im Spehrteich, Im Flecken/Hornstraße, Am Castrum, Von-Reden-Park, Grünzone Langes Feld, Thiemorgen, Oberschule/Jugendpavillon.
In diesem Jahr stellt die Stadt 44 000 Euro für die Pflege und Unterhaltung ihrer Spielplätze sowie 40 000 Euro für neue Geräte zur Verfügung. In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren am 8. September im Jugendpavillon wollen die Politiker beraten, in welche Spielplätze die Stadt im Jahr 2016 investieren sollte.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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