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Erntezeit ist auch die Zeit der Hektik

Everloh Erntezeit ist auch die Zeit der Hektik

Auf den Getreidefeldern wird die Weizenernte eingeholt. Sowohl beim Ertrag als auch bei der Qualität zeichneten sich durchschnittliche Ergebnisse ab, sagt Hanns Christian Seeßelberg-Buresch, Landwirt aus Everloh und stellvertretender Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Hannover. 

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Die Weizenernte im Calenberger Land ist in vollem Gang.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Gehrden. Die Ackerbauern aus dem Calenberger Land haben die Rapsernte in der vergangenen Woche weitgehend abgeschlossen und sind seit Montag dazu übergegangen, den Weizen von den Feldern zu holen. Seeßelberg-Buresch erwartet ein durchschnittliches Ergebnis von neun bis zehn Tonnen pro Hektar. „Im vergangenen Jahr haben wir eine Rekordernte eingefahren. Das werden wir dieses Jahr nicht erreichen“, meint der Agrarbetriebswirt. Er baut insgesamt 280 Hektar Weizen auf seinen Feldern in Benthe, Everloh, Northen und Rodewald an.

Den 290.000 Euro teuren Mähdrescher fährt Landwirt Karl-Heinz Behrens aus Benthe. „Wir dreschen momentan fast rund um die Uhr - so lange, bis der Tau einsetzt“, sagt Seeßelberg-Buresch. Nach dem Dreschen wird der Weizen zum Landhandel Weiterer nach Benthe gefahren. Eine weitere Annahmestelle für Getreide ist das genossenschaftliche Unternehmen Agravis in Weetzen.

In Benthe prüft Andreas Kasel im hauseigenen Labor die Qualität des Getreides - mittels eines kleinen Roboters. Kasel untersucht die Weizenprobe unter anderem auf den Feuchtigkeits- sowie den Proteingehalt. „Von den Ergebnissen hängt ab, ob das Getreide als Back- oder Futterweizen in den Handel kommt“, erläutert Seeßelberg-Buresch. Perfekt sei ein Proteingehalt von 13 Prozent. Der Feuchtigkeitsgehalt darf bei höchstens 14,5 Prozent liegen. „Ansonsten müssen die Körner in einer speziellen Anlage getrocknet werden. Das ist sehr arbeits- und außerdem auch kostenintensiv“, fügt der Landwirt hinzu.

Während der Erntezeit bittet Seeßelberg-Buresch die Bürger um Verständnis. In den Dörfern sollten die Autos möglichst auf den Grundstücken und nicht am Straßenrand abgestellt werden. „Da kann es manchmal eng werden in den Straßen. So eine Erntemaschine ist eben doch ein ganzes Stück breiter als ein Auto“, sagt der Landwirt. Zudem seien in der hektischen und arbeitsreichen Erntezeit ohnehin sowohl bei einigen Anwohnern als auch bei den Mitarbeitern der landwirtschaftlichen Betriebe die Nerven angespannt, meint Seeßelberg-Buresch. Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für die jeweiligen Erfordernisse und Interessen seien daher angebracht. „Wir sollten niemals vergessen, dass es in der Ernte wortwörtlich um unser tägliches Brot geht.“

von Heidi Rabenhorst

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