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Dienstzeit endet mit Gütesiegel

Gehrden Dienstzeit endet mit Gütesiegel

Fast ein Vierteljahrhundert im Dienst der Stadt Gehrden - erst als Stellvertreterin des früheren Stadtdirektors Hans Bildhauer, ab 2001 als Erste Stadträtin: Christiane Kemnitz geht Ende Juni nach 24 Dienstjahren als stellvertretende Verwaltungschefin in den Ruhestand. Sie hinterlässt aber viele Spuren.

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Kurz vor dem Ruhestand: Die Erste Stadträtin Christiane Kemnitz beendet Ende Juni nach insgesamt 24 Jahren ihre Dienstzeit im Gehrdener Rathaus.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Untrennbar mit Kemnitz ist unter anderem Gehrdens Gütesiegel als familienfreundliche Stadt verbunden. Vor etwa 16 Jahren war es die Diplom-Verwaltungswirtin, die maßgeblich eine dritte Betreuungskraft für Krippengruppen durchsetzte. "Die Politik hat damals die Personalkosten als freiwillige Leistung zur Verfügung gestellt", sagt die 57-Jährige bescheiden.

Kemnitz hatte im Juli 1993 in der Gehrdener Stadtverwaltung die Stelle der stellvertretenden Stadtdirektorin übernommen - nach ihrem Berufseinstieg bei der Stadt Hemmingen und sieben Jahren im Referat für innerdeutsche Beziehungen des Landesministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten. "Wir hatten mit der Familie einen Bauplatz in Leveste bekommen", nennt sie einen Grund für den Wechsel nach Gehrden. Sie habe aber vor allem auf kommunaler Ebene für Bürger arbeiten wollen.

Kemnitz ist auch die Einführung eines Zukunftsforums mit Bürgerbeteiligung im Jahr 2000 als Meilenstein ihres Wirkens im Rathaus in Erinnerung geblieben. "Das machen andere Kommunen erst jetzt", sagt sie. Gern denkt Kemnitz zudem an die Einführung von Computern an den Gehrdener Schulen kurz nach dem Jahrtausendwechsel zurück. "Eltern und Firmen konnten bedruckte CDs kaufen und so Anteile für Schülercomputer erwerben", erzählt sie.

Ihrem Nachfolger wünscht Kemnitz viel Gesprächsbereitschaft und diplomatische Fähigkeiten. "In der Position als Erste Stadträtin benötigt man viel Kommunikationsfreude, um als Vermittler zwischen Verwaltung, Kommunalpolitik und Bevölkerung aufzutreten", sagt Kemnitz. Als künftige Arbeitsschwerpunkte sieht sie den Ausbau der verlässlichen Kinderbetreuung bis zum Ende der Grundschule. "Im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagt sie. Außerdem gehöre der Ausbau von Seniorenwohnprojekten zu den Herausforderungen des demografischen Wandels.

Nur einmal ist Kemnitz in ihren 24. Dienstjahren der Burgbergstadt untreu geworden -  als sie 2008 Bürgermeisterin der Nordseeinsel Juist werden wollte, aber die Wahl gegen einen Einheimischen verlor. "Meine Familie ist leidenschaftlich gern an den Küsten", nennt Kemnitz den Grund für ihren damaligen Wechselwunsch. Der Rat der Stadt Gehrden nahm ihr das kurze Intermezzo jedoch nicht übel und bestätigte sie anschließend für eine weitere achtjährige Amtszeit als Erste Stadträtin.

Dass Kemnitz ihren Ruhestand nicht um eine mögliche halbe Wahlperiode verschiebt, kann sie erklären. "Ein Wechsel bringt für Gehrden jetzt die Chance, dass jemand mit neuen Ideen und Gestaltungsvorstellungen Bürgermeister und Politik unterstützt", sagt sie. Für Kemnitz heißt es ab Juli "erst einmal Kraft auftanken und dann Urlaub an der Ostsee machen". Außerdem habe sie den festen Vorsatz, im Ruhestand endlich wieder mehr Sport zu treiben, sagt sie.

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