Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 18 ° wolkig

Navigation:
Essen, was die Jahreszeit zu bieten hat

Gehrden Essen, was die Jahreszeit zu bieten hat

Die Idee der Solidarischen Landwirtschaft im Calenberger Land (Solawi) hat Früchte getragen. Im nächsten Jahr kann die Gemeinschaftsgärtnerei bis zu 15 neue Mitglieder aufnehmen.

Voriger Artikel
Die Energiewende ist eingeleitet
Nächster Artikel
Arbeiten dauern länger als geplant

Arne und Meike Wessel ernten auf ihrem Gemüsefeld bei Leveste Rotkohl.

Quelle: Michael Hemme

Gehrden. Der Hase bleibt in Deckung. Erst als Meike Wessel mit dem Korb voller Kohl ganz dicht herankommt, springt das Tier auf und läuft Haken schlagend davon. „Das ist unser Betriebshase“, sagt Bruder Arne Wessel und lacht. Für die Geschwister aus Leveste geht ein arbeitsreiches Jahr hoffnungsvoll zu Ende. In der ehemaligen Baumschule des Vaters am Ortsrand bauen sie Tomaten, Paprika, Salate aller Art und Kräuter an.

Möglich macht dies der Zusammenschluss von derzeit 70 sogenannten Mitgärtnern an. Die monatlichen Beiträge von durchschnittlich 80 Euro sichern nicht nur das geregelte Auskommen der Wildwuchs-Gärtner. Die Mitglieder konnten sich den ganzen Sommer über mit frischem Obst und Gemüse eindecken. „Wir mussten alle lernen“, blickt Arne Wessel auf das erste Beriebsjahr zurück. Als wider Erwarten einmal zu viel Rettich im Angebot war, wussten nicht alle gleich etwas damit anzufangen. Monika Kirdorf, eine Mitgärtnerin aus Goltern setzte sich an den Computer. Ihr Internetrezepteblog ist seitdem bei allem Abnehmern der Gartenfrüchte von Barsinghausen bis Hannover-Linden gern gelesen. Hier erfahren alle, was sich Leckeres aus bis dahin unbekannten Blättern und Knollen machen lässt.

Gut 40 verschiedene Kulturen hatten Arne und Meike Wessel in diesem Jahr biologisch angebaut. Selbst jetzt im November, geben das knapp ein Hektar große Feld und die Folien-Tunnel auf dem Hofgelände noch rund 13 verschiedene Salate und Kohlsorten her. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Solawi-Sprecherin Karen Beyrau aus Wennigsen. Sie ist nicht nur Kundin, sondern wie alle Mitgärtner auch bei Gemeinschaftsaktionen dabei. Für die gelernte Agraringenieurin ist dies die Landwirtschaft der Zukunft. Die Solawi soll behutsam wachsen. Für das nächste Jahr sollen 15 neue Mitgärtner aufgenommen werden. Interessierte können sich unter Telefon (05103) 3786 melden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6vhggyvnis0zxw7xe2v
Ferienpass legt schwungvollen Start hin

Fotostrecke Gehrden: Ferienpass legt schwungvollen Start hin