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Selbst das Klingeln wird geübt

Gehrden Selbst das Klingeln wird geübt

Der Arbeitskreis Willkommenskultur hat ein Fahrradtraining für Flüchtlingskinder organisiert. Unterstützt wird die Aktion von der Verkehrswacht der Region, der Polizei und dem Lions-Club.

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Ein Fahrradtraining für Jungen und Mädchen aus Flüchtlingsfamilien hat der Abrietskreis Willkommenskultur veranstaltet.

Quelle: Wirausky

Gehrden. „Ich habe heute eine Menge Regeln gelernt, die ich beachten muss“, sagt Silvana. Aber Zeit zum Reden hat die Zwölfjährige eigentlich nicht. Mit ihrem Rad umkurvt sie unaufhörlich den Parcours auf dem Schulhof der Grundschule Am Castrum. Auch Fateme ist unermüdlich und radelt Runde um Runde – und sie hat gut aufgepasst. „Sie hat den anderen Kindern sogar die Rechts-vor-Links-Regel erklärt“, lobt Christian Feder von der Verkehrswacht das Mädchen aus Afghanistan.
Die Idee zu diesem Fahrradtraining hatte der Arbeitskreis Willkommenskultur. „Viele Jungen und Mädchen kennen die Straßenregeln nicht“, sagt Peter Radike. Es fehlen die wichtigen Grundkenntnisse. Damit sie künftig sicher unterwegs sind, ist diese Übungseinheit organisiert worden. 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren machen mit. Sie kommen alle aus der Sprachlernklasse der Oberschule. Sie erhalten zunächst theoretischen Unterricht, anschließend folgt die Praxis mit ihren mitgebrachten Fahrräder, die zuvor Oberkommissar Andreas Grüne von der Gehrdener Polizeistation auf Verkehrssicherheit überprüft.
Radike ist hochzufrieden. „Die Kinder sind mit Begeisterung, Eifer und Interesse bei der Sache“, sagt er. Nahezu pausenlos sitzen sie auf ihrem Rad und durchfahren den Parcours – beobachtet von Christian Feder und dessen Helferin Ulrike Iloge. Wo nötig, greifen die beiden Verkehrsexperten ein. Selbst das Klingeln wird geübt. „In jeder Sekunde wird gelernt“, sagt Feder. Auch Evelyn lernt eifrig. Die 13-Jährige ist das einzige Kind, das noch kein Fahrrad fahren kann – noch. „Es geht schon ganz gut“, sagt sie. Allerdings habe sie noch ein bisschen Angst. Beistand bekommt sie von ihrem Zwillingsbruder Mustafa. „Ich helfe ihr“, sagt er.
Unterstützung kommt auch vom Lions-Club „Deister“ Calenberger Land. Er spendet 500 Euro, damit sich die Jungen und Mädchen einen Fahrradhelm zulegen können.

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