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Falsches Futter gefährdet Ziege
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Gehrden Falsches Futter gefährdet Ziege

Spaziergänger meinen es sicher gut, tun den Tieren damit aber keinen Gefallen. Bereits zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres ist eine Ziege im Erlebnisgarten des Gehrdener Naturschutzbundes durch Falschfütterung erkrankt.

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Stroh und Heu: Hedda Ernst füttert eine der fünf Ziegen im Erlebnisgarten des Naturschutzbundes.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Ziege Suse war am Nachmittag im Erlebnisgarten am Ziegeleiweg schon wieder munter unterwegs. „Sie ist noch ein bisschen schwach, aber auf dem Wege der Besserung“, sagt Hedda Ernst vom Naturschutzbund (NABU). In den vergangenen Tagen habe ihr die Ziege aber Sorgen gemacht. Das Tier hatte sich den Magen übersäuert und zwei Tage lang nichts gefressen und getrunken. „Ohne eine tierärztliche Versorgung wäre ihr Gesundheitszustand lebensbedrohlich geworden“, sagt Ernst.

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres ist das Tier durch Falschfütterung erkrankt. „Trotz Hinweisschildern gibt es immer wieder Spaziergänger, die unsere Tiere mit Brot oder Ähnlichem füttern“, sagt Ernst. „Eigentlich sind unsere Hinweise nicht zu übersehen“, sagt Ernst. Böse Absicht unterstellt sie den Menschen nicht. Sie seien zumeist ahnungslos, manche wohl auch gedankenlos. „Die Spaziergänger wollen den Tieren etwas Gutes tun und wissen nicht, dass durch diese Falschfütterung die Nutztiere qualvoll sterben können“, sagt sie.

Zurzeit halten sich fünf Ziegen im Erlebnisgarten auf. Während die anderen vier Tiere die Brotreste komplikationslos verdauen konnten, scheint Suse extrem empfindlich auf das kohlenhydrathaltige Futter zu reagieren.

Dabei werden sie von Hedda Ernst optimal versorgt. „Hunger leiden müssen sie nicht“, sagt Ernst. Ziegen fressen in erster Linie Stroh, Heu, Laub und Gehölze. „Aber leider sind Ziegen unheimlich verfressen“, sagt Ernst - und sobald sie etwas mit der Hand angeboten bekommen, könnten sie nicht widerstehen.

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HAZ-Redakteur/in Dirk Wirausky

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