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Angst um die Zukunft des Jupa

Gehrden Angst um die Zukunft des Jupa

Neuer Verein im Stadtgebiet: JUPA & friends heißt er. Und wie der Namen schon vermuten lässt: Die Mitglieder wollen die Jugendarbeit fördern und unterstützen - ideell und finanziell.

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Förderer der Jugendpflege: Sabrina Hilgers (von links), Helmut und Ute Meffert, Christian Hilgers und Lesley-Ann Haake.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Noch ist Jennifer Behrmann kein offizielles Mitglied, aber den Aufnahmeantrag hat sie schon ausgefüllt. Die Ziele des Vereins JUPA & friends wolle sie unterstützen. Aus gutem Grund: Sie habe einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend im Jugendpavillon (Jupa) an der Lange Feldstraße verbracht. "Inzwischen geht meine neunjährige Tochter dort hin", sagt sie. Früher sei der Jupa ein Bindeglied zwischen Jugendpflege und Jugend gewesen. "Doch das verebbt allmählich", sagt Behrmann. Auch Sabrina Hilgers hat viel Freizeit im Jupa verbracht. "Es war ein wichtiger Ort in meiner Jugend", sagt sie. Nun ist sie Schriftführerin des neuen Fördervereins.

Tatsächlich ist der Jupa, der vor mehr als 20 Jahren auch durch die intensive Mitarbeit von Jugendlichen entstanden ist und gestaltet wurde, ein wenig zwischen die Mühlensteine von Oberschule und Musikschule geraten. Helmut Meffert, der den Vorsitz des neuen Vereins übernommen hat, betrachtet das mit Sorge. Personal, Platz und Angebote seien in den vergangenen Jahren sehr zurückgefahren und eingeschränkt worden, so Meffert. "Wir wollen einen Gegenpol setzen, damit die Einrichtung eine Zukunft hat", sagt er. Sie sei wichtig für Kinder und Jugendliche, die eine Anlaufstelle in der Stadt und die Freizeitbeschäftigungen suchen. "Wir müssen die Arbeit im Jupa fördern, damit die städtische Jugendpflege in Zeiten von Ganztagsschulen nicht zu einer Nischenerscheinung wird", betont Meffert.

Der Förderverein will die Arbeit der Jugendpflege in der Stadt daher künftig unterstützen - sowohl durch eigene Aktivitäten als auch durch finanzielle Zuwendungen. Geld für die freie Jugendarbeit soll über Spendensammlungen, Mitgliedsbeiträge und andere Aktionen akquiriert werden. Unter anderem sollen Veranstaltungen wie Kinoabend oder Disco aufgepeppt werden. Die jungen Gäste sollen sich Getränke oder Süßigkeiten kaufen können. 

Von dem Geld sollen beispielsweise Equipment oder Spielgeräte für den Jupa angeschafft werden - in Absprache mit der Verwaltung und der Oberschule, die das Gebäude ebenfalls nutzt. "Wir wollen ein breit gefächertes Erlebnisangebot für Kinder und Jugendliche in Gehrden fördern", bekräftigt Meffert - und das gehe nicht ohne eine gute Jugendarbeit und nicht ohne Jupa.

Die Politik tut sich seit Jahren schwer mit dem Jupa. 2012 musste die Einrichtung den Seitentrakt an die Musikschule abtreten, später wurden die Räume des Pavillons in das Ganztagsangebot der Oberschule eingebunden. Zwar gab es im Mai vergangenen Jahres einen Ortstermin des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren und es liegt auch ein Umgestaltungskonzept vor, doch passiert ist bisher wenig. Und das, obwohl sich die Politiker beim Rundgang einig waren: Die Attraktivität des Jugendtreffpunktes müsse dringend verbessert werden. 

Ansprechpartner des neuen Fördervereins ist Helmut Meffert, Telefon (05108) 8767221. Die Mail-Adresse lautet JUPAfriends@gmx.de.

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Förderer der Jugendpflege: Lesley-Ann Haake (von links), Christian Hilgers, Helmut und Ute Meffert, sowie Sabrina Hilgers.

Quelle: Wirausky
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