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Damit sich Patienten und Personal wohlfühlen

Gehrden Damit sich Patienten und Personal wohlfühlen

Der Förderverein des Klinikums Robert Koch sorgt dafür, dass sich Patienten und Personal im Krankenhaus wohlfühlen - und gut versorgt werden. Der Neubau wird jetzt mit Bildern und Pflanzkübeln, aber auch mit zusätzlichen technischen Geräten ausgestattet.

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Krankenschwester Elisabeth Zita-Entrup probiert die neue diigitale Stuhlwaage aus, die der Fördervereinsvorsitzende Manfred Mücke (rechts) der Klinikleitung präsentiert.

Quelle: Kerstin Siegmund

Gehrden. Fotografien des Klinikseelsorgers Matthias Gottschlich schmücken die Flure und Patientenzimmer im Neubau. Nun soll der Lichthof begrünt werden, denn die kiesbedeckte Fläche wirkt trist und leer. "Das Personal hat sich Pflanzkübel gewünscht", sagt Holger Dorl von der kaufmännischen Geschäftsleitung. Dieser Wunsch werde erfüllt, sobald das Wetter es zulasse, sagt Manfred Mücke, Vorsitzender des Fördervereins. Für 900 Euro sollen wetterfeste Gefäße mit mannshohen Bambuspflanzen aufgestellt werden.

Der Wandschmuck mit 20 Fotorahmen für weitere 900 Euro und die Pflanzkübel sind nicht die einzigen Wünsche, die der Förderverein erfüllt. "Wir haben auch eine digitale Stuhlwaage für 1700 Euro angeschafft", sagt Mücke. Deren Vorteile erläutert Pflegedirektor Martin Langsdorf. Im Gefäß- und Bauchzentrum, die Station 28 der Klinik, müssten viele Patienten täglich gewogen werden. Die meisten von ihnen könnten wegen ihres angegriffenen Zustandes nicht stehen. "Die Waage bedeutet eine super Erleichterung für die Patienten und das Pflegepersonal."

Dass sich Patienten und Personal im Robert-Koch-Krankenhaus wohlfühlen, sei der Ansporn für die Arbeit des Fördervereins, sagt Mücke. Seit 17 Jahren investiert der Verein die Mitgliedsbeiträge in die Klinik. 20 Euro jährlich zahlt jedes der 300 Mitglieder. Mücke freut sich aber auch über die Spenden dankbarer Patienten. Diese reichen von 5,40 Euro nicht genutztem Telefongeld aus dem Krankenzimmer bis zu Einzelspenden in fünfstelliger Höhe. Viermal im Jahr werde die Wunschliste abgearbeitet, die die Klinikleitung einreiche. Rund 12.000 Euro fließen auf diese Weise jedes Jahr ins RKK. Der kaufmännische Direktor Stephan Schröer weiß das Engagement zu schätzen. "Wir haben hier einen hoch motivierten Förderverein. Dafür bin ich sehr dankbar."

Der Liegekomfort wird erhöht

Im Klinikum Robert Koch sind sämtliche Matratzen der 360 Patientenbetten erneuert worden. Laut Pflegedirektor Martin Langsdorf geschieht der Wechsel alle sechs bis acht Jahre. Diesmal ging es der Klinik darum, den Liegekomfort für die Patienten zu verbessern sowie die Gefahr von Druckgeschwüren, einem Dekubitus, deutlich zu verringern.

Nach über zweijähriger Testphase verschiedener Produkte sowie Befragungen von Patienten, Schwestern, Pflegern und Reinigungspersonal investierte die Klinik rund 100.000 Euro in die 16 Zentimeter dicken Matratzen. Langsdorf geht davon aus, dass nun kaum noch Spezialbetten für Dekubitus-gefährdete Patienten gekauft oder gemietet werden müssen.

„Die neuen Matratzen erleichtern uns die Arbeit. Das nachträgliche Umbetten von Patienten im laufenden Betrieb ist hoffentlich viel seltener notwendig“, sagt Krankenschwester Manuela Schwäcke.

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Die Klinikmitarbeiterinnen tauschen die Matratzen aus.

Quelle: privat
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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