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Freiwilligenagentur hat schon die ersten vermittelt

Gehrden Freiwilligenagentur hat schon die ersten vermittelt

Einen Monat nach ihrer Gründung kann die Freiwilligenagentur Freiraum erste Erfolge vorweisen. Vor allem für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen interessieren sich viele Menschen in der Stadt.

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Einen Monat nach der Eröffnung der Freiwilligenagentur verzeichnen Peter Radike und Hanni Leopold ein steigendes Interesse.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Die Agentur registriert aber auch einen rasant wachsenden Bedarf der Kirchengemeinden und Vereine. Deshalb werden weitere Freiwillige gesucht - bald auch übers Internet. Etwa vier Wochen nach der Eröffnung im Gehrke-Haus können die ehrenamtlichen Agenturmitarbeiter in ihrem Büro mitten in der Fußgängerzone die Besonderheiten ihrer Vermittlungsarbeit schon gut einschätzen. „Die meisten wollen einen Beitrag zur Integration von Asylbewerbern leisten“, sagt Mitgründer Peter Radike.

Er kennt sich mit sozialen und gesellschaftlichen Ungleichheiten gut aus. Radike leitet auch die Lebensmittelausgabe der Tafel und engagiert sich im Gehrdener Arbeitskreis Willkommenskultur. In diesem Gremium werden die zugewiesenen Flüchtlinge von rund 35 ehrenamtlichen Helfern betreut. Die gehören jetzt auch zum Stamm der Freiwilligenagentur.

Offenbar wächst wegen der zunehmenden Flüchtlingsströme aber nicht nur der Bedarf an Integrationshelfern. „Es gibt auch immer mehr Menschen, die freiwillig Flüchtlingshilfe leisten wollen“, sagt Hanni Leopold, die den Freiraum mit Radike, der ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten Renate Möller und Anne Dobiey aus Leveste eröffnet hat. „Von 15 verbindlichen Interessenten haben wir bereits acht vermittelt - alle als Familienbetreuer von Asylbewerbern, die meisten geben Deutschunterricht und helfen handwerklich“, sagt Leopold.

Die Agentur will ihr Vermittlungsangebot aber viel breiter aufstellen. „Es besteht auch großer Bedarf an Lesementoren, und es werden Helfer für Seniorennachmittage benötigt“, sagt Radike. Von Pastor Martin Funke hat er sogar eine Bedarfsliste bekommen. „Es werden ehrenamtliche Referenten gesucht - für Vorträge über Sicherheit, Reisen, Gesundheit, Kunst und Umwelt“, sagt Radike.

Manchmal ist ehrenamtliche Hilfe sogar von zu Hause aus möglich. „Der Förderverein der Grundschule benötigte für den Entdeckertag Kuchenspenden“, sagt Radike.

Um das Vermittlungsangebot in der Breite zu fächern, wollen die Agenturmitarbeiter möglichst schnell auch mit Vereinen, Institutionen und Senioreneinrichtungen ins Gespräch kommen. „Wo werden ehrenamtliche Leute gebraucht? Wer kann auch noch Hilfe anbieten? Wir wollen Informationen bündeln“, sagt Radike.

Offenbar kommen viele Menschen in den Freiraum, um sich zu erkundigen und um ihre Hilfe anzubieten. Sie können einen Fragebogen ausfüllen, in dem Interessen, Eignungen, Fähigkeiten, Zeiten und Wünsche erfasst werden. Auch Kinder und Jugendliche haben sich schon nach freiwilligen Jobs erkundigt. Das soll ab Mitte Oktober auch im Internet möglich sein - inklusive digitalem Fragebogen.

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