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Kinder rufen Autofahrer zur Vernunft auf

Gehrden Kinder rufen Autofahrer zur Vernunft auf

Sympathische Verkehrskontrolle: Fünf Kinder aus dem Neubaugebiet am Thiemorgen haben in Absprache mit ihren Eltern vorbeifahrende Autofahrer mit selbst gebastelten Hinweisschildern zur Einhaltung des Tempo-30-Limits aufgefordert. Die gute Nachricht: Es gab mehr Lob als Tadel für die Autofahrer.

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Daumen hoch: Die Kinder signalisieren einem Autofahrer im Neubaugebiet am Thiemorgen Lob für die Einhaltung des Tempolimits. Die Väter Andreas Kuhlewind (von links) und Oliver Brockmann begutachten mit Lasse (7), Mattea (9), Lilia (7), Lucas und Jonas (beide 8) die Straßenbemalung.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Daumen hoch: Dieses eindeutige Signal registrierten bei der dreistündigen Aktion die meisten der Fahrzeugführer. „Ganz am Anfang haben die Kinder eine Ermahnung ausgesprochen, ansonsten gab es aber fast nur Lob“, zog der Anwohner und Vater Oliver Brockmann gegen Mittag eine positive Bilanz.

Er hatte seiner Tochter Mattea und vier weiteren Nachwuchskontrolleuren bei der Umsetzung ihrer Idee geholfen. „Der Vorschlag kam von den Kindern, wir haben aber Warnwesten besorgt und bei der Aktion auf die Sicherheit geachtet“, sagte Brockmann. Von der Notwendigkeit einer Verkehrskontrolle hatten die Jungen und Mädchen aus Gesprächen ihrer Eltern erfahren. „Wir wollen, dass die Autos nicht so schnell auf den Straßen vor unseren Häusern fahren“, sagte die neunjährige Mattea.

Der Hintergrund: „Bis vor wenigen Wochen gab es nur an den Zufahrten zum Wohngebiet Schilder mit dem Hinweis auf eine Tempo-30-Zone“, sagte Vater Brockmann. Deshalb seien immer wieder Autofahrer offenbar irrtümlich mit Tempo 50 vorbei gerauscht. Inzwischen seien jedoch auf Initiative mehrere Anwohner aus der Nachbarschaft weitere Tempo-30-Schilder aufgestellt worden. Um ihre Botschaft zu vermitteln, hatten die Kinder morgens zunächst mit Kreide weitere Tempo-30-Hinweise auf die Fahrbahn gemalt.

Auf der Verkehrsinsel des Kreisels zwischen Thiemorgen und Nikolaus-Otto-Straße beobachteten die Mini-Ordnungshüter dann den Verkehr und sprachen Autofahrern Lob oder Tadel aus – und meisten zeigten die kleinen Kinderdaumen nach oben. Laut Brockmann waren bei der Geschwindigkeitsüberwachung rund 35 Autos kontrolliert worden.

Dabei sei auch eine weitere Erkenntnis gewonnen worden: „Wegen der neuen Schilder für den Kreisverkehr biegen keine Autofahrer mehr vor der Verkehrsinsel einfach links ab, sondern umfahren jetzt ordnungsgemäß den eindeutig erkennbaren Kreisel.“ Lob gab es auch für die Polizei – und zwar von den Kindern. Ein Polizeiwagen sei auch mit vorgeschriebener Geschwindigkeit vorbei gefahren, erzählten die Mini-Kollegen.

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