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Konzept für Gehrdener Berg liegt auf Eis

Gehrden Konzept für Gehrdener Berg liegt auf Eis

Für den Gehrdener Berg liegt seit gut einem halben Jahr ein Nutzungskonzept vor. Wie und ob es umgesetzt wird, ist allerdings völlig offen.

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Ein Punkt des Nutzungskonzeptes Gehrdener Berg: Der alte Pferdestall soll zu einem Waldkindergarten umgebaut werden.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Die Umgestaltung des Gehrdener Berges beschäftigt Verwaltung und Politik schon seit Jahren. Inzwischen liegt zwar ein neues Entwicklungs- und Nutzungskonzept vor, aber ob es jemals verwirklicht wird, ist unklar. "Wir haben es bisher nicht weiter vertieft", sagt Fachdienstleiter Holger Spohr. Er bleibt aber gelassen. "Solch ein komplexes Projekt muss reifen", sagt er.

19 Punkte umfasst das Papier, das die Politiker seit gut einem halben Jahr kennen. Dabei geht es um Entwicklungschancen des Gehrdener Waldgebietes. Grundlagen des neuen Konzepts sind zehn Sehenswürdigkeiten und Standorte. Sie sollen aufgewertet und miteinander verbunden werden. Dazu zählen der Erlebnisgarten des Naturschutzbundes, das Wandervogelheim, der Burgbergturm, die Kindermühle, der alte Pferdestall, das Damwildgehege, die Tripsche Parkanlage mit Berggasthaus und die Mergelkuhle. Dazu sind neue Ideen wie ein Hochseilgarten oder ein Baumwipfelpfad am Fuße des Berges in das Konzept eingearbeitet worden. Auch die gastronomischen Angebote sollen verbessert werden.

Die Region ist zu der Einschätzung gekommen, das Projekt im Zuge der Naherholung zu fördern – wenn die Stadt eine Gegenfinanzierung sicherstellen kann. Genau das ist das Problem. Im Stadtgebiet besitzen zurzeit andere kostspielige Projekte eine deutlich höhere Priorität. Kein Wunder also, dass es bislang keine Signale aus der Politik gibt, ob das Konzept für den Gehrdener Berg umgesetzt werden soll oder nicht.

Spohr denkt eh in kleinen Schritten. So hat die Renovierung des alten Pferdestalls am Berggasthaus begonnen. In dem alten Stall soll eine Art Waldschule als Anlaufstelle für Kindergartengruppen eingerichtet werden. „Als Unterschlupf bei Regen – mit Toiletten und Schränken“, sagt Spohr. Demnächst sollen Fassade und Dach ausgebessert werden, auch der Innenausbau wird fortgesetzt. Daneben soll ein Spiel- und Grillplatz angelegt werden.

Im Gespräch ist die Stadt auch mit der Kindermühle und dessen Betreiber Norbert Gardlo. "Wir überlegen, wie wir uns dort einbringen können", sagt Spohr.

Im Spätsommer plant Spohr zudem eine Informations- und Werbeveranstaltung für den Gehrdener Berg. "Alle Nutzungsgruppen sollen sich präsentieren", sagt Spohr.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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