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Zu viel Geld verlässt die Stadt

Gehrden Zu viel Geld verlässt die Stadt

Das von der Stadt Gehrden in Auftrag gegebene Einzelhandelsgutachten ist nun vorgestellt worden. Bahnbrechende neue Erkenntnisse bringt es allerdings nicht.

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Eine spürbare Belebung der Gehrdener Innenstadt wünschen sich Verwaltung, Politiker und Geschäftsleute.

Quelle: Wirausky Dirk

Gehrden. Es ist ein Teufelskreis: Eigentlich sind die Voraussetzungen für einen florierenden Einzelhandel in Gehrden geradezu blendend. Die Kaufkraft in der Burgbergstadt liegt über dem Bundesdurchschnitt, den Menschen geht es vergleichsweise gut. Aber dennoch gelingt es einfach nicht, dass das Geld in Stadt bleibt. Laut einem Einzelhandelsgutachten, das Hans-Joachim Schrader vom Büro bbe aus Münster jetzt vorgestellt hat, lassen die Bürger nur etwa 70 Prozent der Ausgaben für Lebensmittel und Drogerieartikel bei Händlern in der Stadt. Dabei wäre ein Wert zwischen 90 und 95 Prozent laut Schrader erstrebenswert. Um sich dem zu nähern, müsste speziell die „Goldene Meile“ der Innenstadt zwischen Steintor und Dammtor durch Ansiedlungen von Einzelhändlern gestärkt werden. Doch der Handlungsspielraum der Stadt ist in dieser Hinsicht eingeschränkt. Bürgermeister Cord Mittendorf führte in den vergangenen Monaten viele Gespräche, um neue Geschäfte ins Zentrum zu holen. Doch viele scheiterten, weil es vor allem für Discounter keine ausreichend großen Flächen gibt – und zudem der Anlieferverkehr zu den Geschäften in der Innenstadt durch die engen Straßen schwierig ist. Eine Lösung für diese Probleme hat auch Schrader nicht parat. Aber zumindest nennt er in seinem Gutachten zwei Standorte, an denen am Rande der City eine weitere Entwicklung möglich sei: Zum einen im Umfeld des Edeka-Marktes an der Schulstraße, zum anderen auf dem Gelände der Kleingartenkolonie am Stadtweg. An der Schulstraße verwies der Experte auf die ungenutzte Tennishalle. Auf diesem Grundstück sei eine Ergänzung durch einen weiteren Lebensmittelmarkt vorstellbar. Bislang wehren sich die Politiker jedoch dagegen: Lidl hatte vor Jahren Interesse bekundet, doch eine Umwidmung der Sportnutzungsfläche wurde abgelehnt. Möglicherweise findet der Discounter, der seine Filiale am Dammtor aufgegeben hat, nun an anderer Stelle sein Glück: Auch für die Flächen der Kleingärtner interessiert sich Lidl. Ganz neu sind diese Erkenntnisse für die Verwaltung nicht. Dennoch hat das Gutachten für sie großen Wert, wie Wolfgang Middelberg feststellt. „Wir haben damit eine mit Zahlen belegte Untersuchung, die wir für die künftige Bauleitplanung heranziehen können“, sagte der Fachbereichsleiter „Und wir wissen nun, dass das Potenzial für einen weiteren Supermarkt in der Stadt vorhanden ist.“ Damit dürfte auch der Weg für die geplante Erweiterung von Aldi an der Levester Straße frei sein.

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