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Anwohner kritisieren Kostenbeteiligung

Gehrden Anwohner kritisieren Kostenbeteiligung

Die Stadt lässt zurzeit die Haarbünte und die Wendestraße umfassend sanieren. Zunächst wird das Kanalnetz erneuert, dann werden die Straßen umgestaltet. Die Bürger kritisieren, dass sie an den Kosten beteiligt werden.

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Die Arbeiten an der Straße Haarbünte haben begonnen. Die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn werden auf die Anlieger umgelegt.

Quelle: Dirk Wirausky

Gehrden. Die Umgestaltung der Haarbünte und der Wendestraße ist ein altes Thema. Bereits 2010 gab es eine erste Planung, 2012 sollte die Modernisierung der löchrigen Strecke zwischen Weetzener Straße und Dammstraße beginnen. Die Kosten waren damals mit 380 000 Euro angesetzt. Das Projekt verzögerte sich, und nach einer neuen Berechnung kostet die Sanierung der beiden Straßen nun mehr als 500 000 Euro - unter anderem deshalb, weil am Ende und Anfang der Haarbünte Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung angebracht werden. 75 Prozent der Kosten müssen die etwa 30 Anlieger übernehmen. Das ist in einer Satzung der Stadt festgelegt.

Anlieger wie Kurt Busse haben dafür wenig Verständnis. „Zum ersten Mal seit dem Krieg sollen nun die Kosten über Beiträge teilweise von den Grundstückseigentümern finanziert werden“, wundert er sich. Zumal nach seinen Informationen die Barsinghäuser Straße, die Nordstraße und auch die Lemmier Straße in den vergangenen Jahren zwar ebenfalls umfassend saniert wurden, Kostenbeiträge von den Anliegern aber nicht erhoben worden seien. „Diese Praxis sollte beibehalten werden, letztlich stehen die Straßen allen Bürgern zur Verfügung“, meint Busse. Sein Vorschlag: Die Grundsteuer solle erhöht werden, um so eine Investitionssumme für grundlegende Straßenerneuerungen zu binden. Ansonsten laufe die Stadt Gefahr, den Zorn und Ärger von Anliegern auf sich zu ziehen.

Große Chancen, Gehör zu finden, wird Busse wohl nicht haben. Der Rat hat beschlossen, sich auf die Straßenausbaubeitragssatzung zu beziehen - und danach werden Anlieger beteiligt.

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