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Berufspendler warten lange auf den Bus

Gehrden Berufspendler warten lange auf den Bus

Berufspendler aus Gehrden sind verärgert. Seit der Fahrplanumstellung müssen sie bis zu 20 Minuten auf einen Anschlusszug von Weetzen nach Gehrden warten. Sie fordern eine Rückkehr zum alten Fahrplan.

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Warten auf den Bus: Der Fahrplanwechsel sorgt für Ärger bei Berufspendlern aus Gehrden, die Bus und Bahn nutzen.

Quelle: Archiv

Gehrden. Der Hintergrund: Weil einzelne Busse der Linie 350 seit Dezember vom Bahnhof Weetzen zum Gehrdener Klinikum fahren, haben sich die Abfahrtzeiten der Busse verschoben.

Oliver Hodemacher aus Gehrden bemängelt, dass sich die Verbindungen für die Pendler radikal verschlechtert haben. „Bis zum Fahrplanwechsel fuhren die Busse der Linie 350 zeitlich abgestimmt auf die S-Bahn nach und von Hannover. Nun müssen die Fahrgäste abends knapp 20 Minuten am Bahnhof Weetzen ausharren, bis sie mit dem Bus weiter nach Gehrden fahren können“, schimpft Hodemacher. 
Die Wartezeit am Bahnhof Weetzen könne zwar verkürzt werden, wenn die Fahrgäste die S-Bahn in Richtung Haste nutzen - das Problem: „Diese Züge haben  regelmäßig Verspätung, so dass man nicht sicher sein kann, den Bus in Weetzen zu erreichen“, berichtet ein Pendler. Verpassen die Fahrgäste den Bus, müssen sie bis zu einer Stunde auf den nächsten warten.

Die Pendler haben wenig Verständnis für die neuen Regelungen. Warum verschlechtert die Region Hannover eine optimale Busverbindung zur S-Bahn, so dass für viele Menschen die einzige Alternative darin besteht, das kurze Stück von Gehrden nach Weetzen mit dem Auto zurückzulegen. "Das ist ökologischer Unsinn", kritisiert ein Gehrdener. Die Forderung zum früheren Fahrplan zurückzukehren, soll durch eine Unterschriftenliste an die Planer und Politiker der Region Hannover und der Stadt Gehrden unterstrichen werden.

Regiobus-Sprecher Tolga Otkun begründet die Umstellung des Fahrplans mit der Schließung des Springer Krankenhauses. Daraufhin habe es die politische Forderung gegeben, den Öffentlichen Personennahverkehr für Besucher und Patienten besser an das Gehrdener Klinikum anzubinden. Diese Vorgabe habe Regiobus umgesetzt. "Wir wissen, dass solche Fahrplanänderungen immer ein Balanceakt, der von jedem Fahrgast auch eine gewisse Flexibilität erfordert, ist", gesteht Otkun. Leider könne das Unternehmen aber nicht alle Wünsche erfüllen. "Wir müssen zudem nach einer wirtschaftlichen Lösung suchen", sagt er. Grundsätzlich glaubt er aber, dass es nach wie vor eine solide Anbindung zwischen Weetzen und Gehrden gebe. Gleichzeitig betont er: "Für die Verspätung von S-Bahnen ist nicht Regiobus verantwortlich."

Der neue Fahrplan für Bus und Bahn soll die Erreichbarkeit des Krankenhauses in Gehrden verbessern. Am Sonnabend und Sonntag zwischen 12 und 19 Uhr gibt es beispielsweise acht zusätzliche Fahrten. Außerdem wird die Haltestelle Gehrden/Krankenhaus je dreimal täglich bedient. Die Busse starten am S-Bahnhof Weetzen.

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