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Brille simuliert den Drogenrausch

Gehrden Brille simuliert den Drogenrausch

Wie fühlt sich das eigentlich an, mit 1 Promille Alkohol im Blut? Bei einem Präventionsprojekt der Polizei haben Schüler des MCG jetzt einiges über die Gefahren von Alkohol und Drogen erfahren.

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Polizeikommissarin Jenny Seidler setzt Joshua Düsterwald die Rauschbrille auf.

Quelle: Rabenhorst

Gehrden. Aufklärung und nicht der erhobene Zeigefinger steht im Mittelpunkt der Aktion „Fit für den Straßenverkehr“, die Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums über die Gefahren von Alkohol und Drogen informiert. „Die Jugendlichen wissen häufig wenig darüber, wie Drogen die Fahrtüchtigkeit beeinflussen“, sagt Karsten Schröder vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Garbsen. Er machte am Feuerwehrhaus die Gymnasiasten mit Gefahren und Risiken von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr bekannt. Der Polizeihauptkommissar begleitet das Präventionsprojekt von Polizei, Feuerwehr und AOK für Fahranfänger in Gehrden bereits seit acht Jahren.

Bei einem Vortrag und Übungen mit der Rauschbrille erfuhren die 116 Schüler, wie Reaktionsfähigkeit, Koordination und Sehvermögen bei Alkohol- und Drogenkonsum nachlassen. Mit eindrucksvollen Fotos von Unfallfahrzeugen zeigte Helmuth Temps von der Ortsfeuerwehr Gehrden die Folgen einer Autofahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss. „Da, wo der Baum jetzt ist, war vorher der Beifahrersitz“, sagte der Hauptlöschmeister beim Betrachten eines Fotos.

Am Rüstwagen der Feuerwehr konnten die Schüler mithilfe von Christian Fiedler und Daniela Naujoks von der Ortsfeuerwehr Gehrden die technischen Geräte ausprobieren, die die Retter einsetzen, um im Autowrack eingeklemmte Unfallopfer zu befreien. „So eine Rettungsschere ist ganz schön schwer“, stellte Vanessa Krüger (15) fest, als sie das Werkzeug in die Hand nahm.

Wie sich alkoholische Getränke auswirken können, erlebte Jennifer Gruba (15) unmittelbar, obwohl sie keinen Tropfen getrunken hatte. Durch eine Rauschbrille, die einen Wert von 0,8 bis 1 Promille simuliert, sah die Schülerin nur noch verschwommen. Beim Aufschließen eines Türschlosses hatte sie ein wenig Mühe. Auch für Joshua Düsterwald war die Rauschbrille eine ungewöhnliche Erfahrung. „Das ist ein ganz neues Gefühl“, sagte der 16-Jährige.

Von Heidi Rabenhorst

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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