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Delfi-Bad: Verfahren eingestellt

Gehrden Delfi-Bad: Verfahren eingestellt

Das Verfahren gegen den ehemaligen Betriebsleiter des Delfi-Bades ist eingestellt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnten ihm die vorgeworfene Unterschlagung und Veruntreuung im großen Stil nicht nachgewiesen werden.

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Das Gehrdener Delfi-Bad.

Quelle: Fricke

Gehrden. Der Fall hatte im vergangenen Jahr eine Menge Staub aufgewirbelt. Dem beliebten Schwimmmeister des Gehrdener Bades war vorgeworfen worden, Eintrittsgeld in die eigenen Tasche gewirtschaftet zu haben. Ermittler durchsuchten daraufhin Räume im Rathaus und im Delfi-Bad.

Der Mann war verdächtigt worden, bei der Vertretung einer Mitarbeiterin unter deren Namen Umbuchungen an der Kasse vorgenommen zu haben. Er soll so 1400 Euro aus dem Verkauf von Eintrittskarten unterschlagen haben. Als die Mitarbeiterin ihn zur Rede stellte, habe der Betriebsleiter zunächst behauptet, das Geld sei auf einem anderen Konto eingegangen. Später habe er ihr das Geld in bar übergeben.

Die Kassiererin zeigte den Betriebsleiter daraufhin im Dezember 2013 an und löste so die Ermittlungen gegen ihn aus, in deren Verlauf weitere Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Zum einen soll der Betriebsleiter unautorisiert und in großem Umfang Wertkarten weitergegeben haben. Zum anderen wurde ihm Arbeitszeitbetrug vorgeworfen, da er während seiner Arbeitszeit Aquafitness-Kurse geleitet habe, die er erst nach Dienstschluss als selbstständige Arbeit hätte anbieten dürfen. Die Stadt Gehrden hatte ihren Mitarbeiter deshalb im Oktober vergangenen Jahres nach 31 Dienstjahren fristlos entlassen. Der gekündigte Betriebsleiter bestritt die Anschuldigungen. Im Februar einigten er und die Stadt sich außergerichtlich.

Zum Schluss sei es nur noch um vier Fälle von Unterschlagung gegangen, sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Kathrin Söfker. Der Schwimmmeister soll demnach zwischen 2009 und 2013 Wertkarten verschenkt haben - für einen Gesamtbetrag von etwa 500 Euro. Der Beschuldigte bestritt dies bis zuletzt, weil er die Karten vorher gekauft haben will. „Das ließ sich trotz umfangreicher Ermittlungen nicht aufklären“, sagt Söfker. Deshalb habe sich das Amtsgericht entschieden, das Verfahren wegen geringer Schuld einzustellen.

Die Affäre hatte im vergangenen Jahr auch politische Turbulenzen ausgelöst. Dem damaligen Bürgermeister Hermann Heldermann wurde nach Bekanntwerden des Verdachts schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen. Unter anderem gab er eine fehlerhafte Pressemitteilung heraus, zum anderen fühlten sich die Ratsfraktion unzureichend informiert.

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