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Partys in der Kolonie verärgern Gartenbesitzer

Gehrden Partys in der Kolonie verärgern Gartenbesitzer

Die Mitglieder des Kleingärtnervereins Gehrden sind mit ihrer Geduld am Ende. Sie wollen nicht länger dulden, dass unbekannte Jugendgruppen in den Sommernächten in der Kolonie Schüttewiese Müll, Schmutz und Schäden hinterlassen.

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Immerhin Pfand: Dieter Sewig zeigt vor dem Vereinsheim die jüngsten Hinterlassenschaften und Schäden (kl. Bild) der nächtlichen Gäste.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Die Polizei hat regelmäßige Kontrollgänge angekündigt. Für den Vorsitzenden Dieter Sewig haben die ungebetenen Gäste die Grenze des Erträglichen endgültig überschritten. Er zeigt verärgert auf daumengroße Absplitterungen in den nur sechs Wochen alten Sitzgarnituren vor dem Vereinsheim. „Wir haben gerade erst für fast 4000 Euro aus der Vereinskasse neue Bänke und Tische gekauft“, sagt Sewig und schüttelt den Kopf. Offenbar haben nächtliche Gäste eine der Bänke als Öffner für Bierflaschen mit Kronkorken missbraucht.

Der Vorsitzende hat auch keine Zweifel, dass die unbekannten Gäste diese Schäden hinterlassen haben. Sewig hat seine eigene Parzelle direkt neben dem Vereinsheim. Ihm fallen ungewöhnliche Hinterlassenschaften daher sofort auf. „Als ich kürzlich morgens die Absplitterungen entdeckt habe, standen ja auch noch leere Bierflaschen herum. Bänke und Tische waren verdreckt“, sagt er. Doch damit nicht genug: Auf den Tischen seien Matschabdrücke von Tierpfoten zurückgeblieben - auf der Wiese lag Hundekot. „Von uns Kleingärtnern hinterlässt niemand die Anlage so“, sagt Sewig. Wo die Jugendlichen nachts ihre Notdurft verrichten, will er sich lieber gar nicht ausmalen. Doch neu sind die unangemeldeten Treffen nicht. „Tagsüber passiert nichts, nur im Dunkeln. Aber jetzt ist Schluss“, sagt Sewig.

Er will beim nächsten Zwischenfall die Polizei einschalten. „Das ist Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung“, sagt er. Sewig hält es auch für keine Lösung, nachts alle sieben Eingänge der Kolonie zu verschließen. „Die kommen trotzdem irgendwie rein“, sagt er. Ein vorbeigehender Kleingärtner glaubt das auch. „Die gehen auch in Gärten und Lauben. Gestohlen wird nichts. Die suchen nur Alkohol“, sagt er.

Der Vorsitzende hat eine Jugendgruppe sogar schon persönlich angetroffen - mit Elektrogrill an der Steckdose des Vereinsheims. „Als ich vor zwei Wochen im Dunkeln heimgegangen bin“, erzählt Sewig. Er habe den Jugendlichen ausnahmsweise erlaubt, die Sachen zu grillen, sie aber aufgefordert, danach aufzuräumen und das Gelände zu verlassen. Doch jetzt ist bei den Kleingärtnern der Geduldsfaden gerissen. Und die Polizei will reagieren. „Bislang haben wir dort noch keine Auffälligkeiten registriert, aber wir werden verschärft kontrollieren“, kündigt der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Axel Feldmann, an.

Von Ingo Rodriguez

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