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Politik gegen Verwaltung

Gehrden Politik gegen Verwaltung

Gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene 25-prozentige Erhöhung der Eintrittspreise für das Delfi-Bad regt sich jetzt der politische Widerstand. Eine Diskussion ist vorerst aber vertagt worden.

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Die Verwaltung will die Eintrittspreise des Delfi-Bades anheben.

Quelle: Oehlschläger (Archiv)

Gehrden. Das war wohl ein Schnellschuss der Verwaltung. „Die Vorlage hat uns etwas erstaunt“, sagt Peter Lübcke (CDU). Nicht nur ihn. „Wir haben ganz erheblichen Beratungsbedarf“, meint Helmut Meffert (SPD). In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren am Dienstagabend forderte er, den Tagungsordnungspunkt zu vertagen.

Die Linie der SPD-Fraktion gibt der Vorsitzende Henning Harter deutlich vor. „Mit der SPD wird es eine Erhöhung der Einzelkarten von 3,60 auf 4,50 Euro beziehungsweise bei Kindern und Jugendlichen von 2,40 auf 3 Euro ab 2016 keinesfalls geben.“

Und noch ein Vorschlag stößt dem SPD-Chef sauer auf. Die Stadt will den Vereinen monatliche Benutzungsgebühren für das Hallenbad abverlangen. So soll die DLRG-Ortsgruppe, die das Bad bislang kostenlos nutzen kann, genauso wie die Schwimmsparte des SV Gehrden, die im Moment mit 110 Euro im Monat zur Kasse gebeten wird, laut Verwaltung 140 Euro monatlich zahlen. Damit sind die Sozialdemokraten nicht einverstanden. Die Erhöhungen von Vereinspauschalen bedürfen einer eingehenden Erläuterung des zuständigen Fachbereichs der Verwaltung, fordert Harter. Diesbezügliche Gespräche mit den betroffenen Vereinen seien bislang nicht geführt worden. „Das muss nachgeholt werden, um eine akzeptable Lösung zu finden“, sagte der SPD-Chef.

Auch die Bündnisgrünen schimpfen. Zwar gehört die Erhöhung der Eintrittspreise im Delfi-Bad zu der etwa 50 Punkte umfassenden Haushaltskonsolidierungsliste der Stadt, „aber warum jetzt dieses Thema herausgegriffen wird, ist für mich völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar“, sagte der Fraktionsvorsitzende Heinz Strassmann. Es sei vereinbart worden, im Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung Schwerpunkte zu setzen und diese dann im Finanzausschuss zu behandeln.

Eine Preissteigerung wird allerdings grundsätzlich nicht abgelehnt - zumindest von der SPD. Sie müsse aber moderat ausfallen, forderte Henning Harter. Eine maßvolle Erhöhung der Eintrittsgelder um 10 Prozent auf 3,90 Euro für Erwachsene und 2,60 Euro für Minderjährige halte seine Fraktion im Rahmen der Haushaltskonsolidierung durchaus für angemessen.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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