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Quantensprung für das Klinikum

Gehrden Quantensprung für das Klinikum

Der Neubau des Klinikums Robert Koch ist seit acht Wochen in Betrieb. Dieses moderne Gebäude sei ein Quantensprung für das Haus, schwärmt der ärztliche Direktor Martin Memming.

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"Man merkt den Übergang körperlich": Dr. Martin Memming zwischen Neubau und Altbestand.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Etwa 25 Millionen Euro wurden in das 100-Betten-Haus, in dem unter anderem die Intensivstation und die Notaufnahme untergebracht sind, investiert. Für Memming war das eine unumgängliche Ausgabe. „Der Neubau ist wichtig, weil er es dem Krankenhaus ermöglicht, mit der Zeit zu gehen“, sagt der Chefarzt. Doch für Memming ist dies nur ein erster großer Schritt. Ein weiterer Neubau, der den alten Gebäudekomplex ersetze, sei alternativlos. „Und wir brauchen schnell einen Beschluss“, sagt Memming.

Zurzeit werde eine sogenannte Vorabplanung für den Raumbedarf geprüft. Was den Entscheidungsprozess möglicherweise verzögern wird, sind die Kosten. Mehr als 80 Millionen Euro soll die weitere Modernisierung des Klinikums am Gehrdener Berg kosten.Dass das viel Geld ist, weiß auch Memming.

Der Unterschied zwischen dem Erweiterungsbau und dem Altbestand wird Mitarbeitern und Patienten zurzeit drastisch vor Augen geführt. Im Altbau enge, dunkle und vollgestellte Gänge, im Neubau direkt nebenan lange, breite und lichtdurchflutete Flure. „Man spürt den Wechsel von alt zu neu körperlich“, sagt Memming. Auch Mitarbeiter wie Rolf Jäger, Stationsleiter des Bauch- und Gefäßzentrums, ist begeistert. „Platz, Ruhe und entspanntes Arbeiten - es gibt nur Positives“, sagt er. Die Bedingungen hätten sich deutlich verbessert. Und auch die Patienten seien erheblich zufriedener. Vormals mussten sich 20 Patienten zwei Toiletten teilen. Heute gibt es in jedem Zimmer Sanitäranlagen. „Es ist viel komfortabler geworden“, sagt Jäger. Früher seien die Mitarbeiter zudem mit einem Verbandswagen in den Dreibettzimmern kaum um die Ecke gekommen. Solche Probleme gebe es nun nicht mehr.

Doch Memming ist ehrlich: Es gebe noch ein paar Anpassungsthemen. So sei die Integration von Patienten aus Springe, die auf die Gehrdener Intensivstation kommen, noch nicht optimal gelöst. „Wir können gegenwärtig nicht Volllast fahren“, sagt der ärztliche Direktor. Und die Notaufnahme im ersten Bauabschnitt müsse noch komplettiert werden. Es gebe dort momentan Kapazitäts- und Personalprobleme. 1,5 Millionen Euro müssten in diesen Bereich noch investiert werden. Unter anderem fehlten Wartezonen für die Patienten, wenn der Andrang groß sei. Memming hofft aber, dass diese Situation bald verbessert werden kann.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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