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Verschwundener Mann bleibt unauffindbar

Gehrden Verschwundener Mann bleibt unauffindbar

Von dem 82-jährigen Mann, der vergangene Woche aus dem Klinikum Robert Koch in Gehrden verschwunden ist, fehlt nach wie vor jede Spur. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

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Hund Hudson hat die Witterung am Krankenhaus aufgenommen, aber auch er fand keine Hinweise auf den Verbleib von Eduard S.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Knapp 60 Minuten beträgt die Lücke. Gegen 2 Uhr lag Eduard S. noch im Krankenbett, als die Nachtschwester gegen 3 Uhr erneut ins Zimmer kam, war er weg. Und ist seitdem spurlos verschwunden. "Wir stehen vor einem Rätsel", sagt Hauptkommissar Stefan Kranick. Intensiv hat die Polizei am Dienstag vor Ostern nach dem 82-Jährigen gesucht - mit sechs Streifenwagen und mit Einsatzkräften der Feuerwehren sowie Wärmebildkameras aus einem Hubschrauber heraus. Zudem wurde ein speziell ausgebildeter Spürhund eingesetzt. Ohne Erfolg. Inzwischen sucht die Polizei nicht mehr aktiv, sondern hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bislang Fehlanzeige.

Auch das Klinikum ist fassungslos. "Das ist ein tragischer und bedauerlicher Fall", sagt Sprecher Bernhard Koch. Doch er betont auch: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen." Das Personal habe umgehend reagiert und alle nötigen Schritte eingeleitet. "Wir haben alles Menschenmögliche getan", sagt Koch.

Interne Konsequenzen wird der Vorfall nicht haben. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sollen im Klinikum nicht eingerichtet werden. "Ein Krankenhaus ist kein Gefängnis, sondern ein offenes Haus, in dem niemand eingesperrt werden kann", sagt er. Auch Überwachungskameras werde es künftig nicht geben. Zwar gibt es eine Videokamera am Eingang, doch aus Datenschutzgründen dürfen damit weder Patienten noch Besucher aufgezeichnet werden. Er diene nur dem Empfang, falls es nachts am von außen verschlossenen Haupteingang klingelt. "Damit der Mitarbeiter sehen kann, wer vor der Tür steht", sagt Koch.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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