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Gehrden weitet Kita-Zeiten aus

Calenberger Land Gehrden weitet Kita-Zeiten aus

Gehrden will seine Kindergärten länger öffnen. Immer mehr Eltern müssen bis in den späten Abend hinein oder am Wochenende arbeiten. Der Bund will Kitas, die sich bei den Betreuungszeiten flexibler zeigen, finanziell unterstützen.

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Quelle: Julian Stratenschulte

Calenberger Land. Für Gehrden kommt das Geld vom Bund vielleicht gerade richtig. Die Eltern dort wünschen sich längere Betreuungszeiten. „Das ergab eine Umfrage“, sagt Frank Born von der Stadt. Ab August sollen zumindest die zwei größten Kindertagesstätten - am Castrum und am Langen Feld - ihre Ganztagsbetreuung um eine halbe Stunde bis 17 Uhr ausweiten. Bis dahin sollen auch zwei neue Kita-Gruppen und eine Krippengruppe eingerichtet sein.

„Grundsätzlich ist der Ansatz richtig und gut, da sich die Arbeitswelt, in der sich Eltern bewegen, deutlich verändert hat“, sagt Barsinghausens Erster Stadtrat Georg Robra. Einen dringenden Bedarf sieht er in Barsinghausen allerdings nicht. Die Verwaltung frage den Bedarf regelmäßig ab. Zuletzt habe es sich immer nur um Einzelfälle gehandelt, wo die normalen Öffnungszeiten nicht ausreichten, sagt Robra. Hier konnte die Stadt dann auf das individuelle Angebot der Tagespflege verweisen. Während der laufenden Kita-Anmeldephase will Barsinghausen erneut prüfen, ob sich der Bedarf an flexibleren Betreuungszeiten verändert hat. Robra gibt aber zu bedenken: Sollte der bürokratische Aufwand, auf die Bundesmittel zurückgreifen zu können, zu hoch sein, lohne es sich nicht, sich in diese Richtung zu bemühen.

In Wennigsen sei der Bedarf für eine Betreuung bis in den Abend oder am Wochenende gering, sagt Fachbereichsleiterin Barbara Zunker. „Wir haben auch keine Anträge, bei denen wir sagen, die können wir nicht bedienen.“ Berufstätige Eltern würden ihre Arbeitsmodelle meistens auf die Zeiten der Kitas ausrichten. Wennigsen bietet eine Betreuung bis 17 Uhr an - „eine freiwillige Leistung“, sagt Zunker. Gesetzlich hätten Eltern nur Anrecht auf einen Halbtagsplatz.

Auch Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle sieht aktuell nicht die Notwendigkeit, das Betreuungsangebot der städtischen Kindergärten auszuweiten. „Das, was wir haben, decken wir durch die Früh- und Spätdienste ab.“ Und durch die individuelle Tagespflege. Im Normalfall sei zumindest ein Elternteil ab 17 Uhr zu Hause, sagt Kölle.

Von Nils Oehlschläger

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