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Grundschule will nicht vergessen werden

Gehrden Grundschule will nicht vergessen werden

Im Innen- und Außenbereich der Grundschule Am Castrum nagt der Zahn der Zeit. Schulleitung und Kollegium hoffen, dass die dringend nötige Sanierung mittelfristig erfolgt. Denn die sanitären Anlagen, Fenster und Fassaden der mehr als 50 Jahre alten Schule sind in einem schlechten Zustand.

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Es gibt in der Grundschule viele Beispiele dafür, dass hier Sanierungsbedarf herrscht.

Quelle: Stephan Hartung

Gehrden. Vor drei Jahren schien man bereits auf einem guten Weg zu sein, um das marode Gebäude zu sanieren, erinnert sich Schulleiterin Nina von Zimmermann. "Aber dann sind die Pläne von der Stadt Gehrden nicht weiter verfolgt worden - auch weil damals die Flüchtlingswelle kam", sagt sie.

Was von Zimmermann wichtig zu betonen ist: "Mir ist bewusst, was die Stadt für Aufgaben vor sich hat. Da kann man schon von einem Sanierungsstau sprechen", sagt die Leiterin und nennt als Beispiele die Grundschule Am Langen Feld, das Matthias-Claudius-Gymnasium oder das Delfi-Bad. "Die Stadt macht wirklich viel. Uns ist nur wichtig, darauf hinzuweisen, dass es uns auch noch gibt und wir nicht in Vergessenheit geraten."

Die Gehrender Grundschule Am Castrum ist mehr als 50 Jahre alt. Ob es die alten Lehrertoiletten sind, bröckelnde Außenfassaden, marode Fensterfronten, fehlende Arbeitsräume oder die schlecht isolierten und gerade im Sommer mit Sauna-Atmosphäre versehenen Klassenräume - von Zimmermann braucht bei einer kleinen Begehung durch die Schule nicht lange nach Beispielen suchen, um ihre Argumentation zu untermauern. Davon haben sich kürzlich auch zahlreiche Ratsmitglieder bei einem Ortstermin überzeugen können.

Das Problem der Grundschule ist aber nicht nur der allgemeine Zustand. Es fehle auch an Räumen, sagt die Schulleiterin. 370 Kinder werden Am Castrum unterrichtet. "In den vergangenen Jahren ist die Zahl sukzessive gestiegen, allein 35 Kinder aus Flüchtlingsfamilien kamen hinzu", sagt von Zimmermann und verdeutlicht, "dass 35 Jungen und Mädchen eineinhalb Klassenräume ausmachen - bei Flüchtlingskindern sogar noch mehr, weil man diese Kinder in kleinen Gruppen unterrichten muss".

Im Herbst gibt es immerhin Abhilfe: Die Schule erhält Container: Dort kann der Schulsozialarbeiter seiner Tätigkeit nachgehen. Außerdem kommen damit ein zusätzlicher Klassenraum sowie Kapazitäten für die Hausaufgabenhilfe hinzu.

Ohnehin möchte die Schulleiterin nicht den Eindruck erwecken, ausschließlich zu meckern. Sie weiß auch genau, was die Pluspunkte der Schule sind: ein gut ausgestatteter PC-Raum, zwei schöne Schulhöfe und die Festhalle als Ort für Musical-Aufführungen und sonstige Veranstaltungen. "Und wir packen auch alle mit an, damit wir unsere Schule in Schuss halten", erklärt von Zimmermann.

Ende August startet eine Projektwoche unter dem Motto "Unsere Schule, unser Wohlfühlort". Zusammen mit den Lehrern steht für die Schüler dabei eine Mischung aus Flurreinigung, Frühjahrsputz und Schönheitsreparaturen auf dem Programm. Dabei werden auch Materialien wie Holz und Farbe benutzt, die Kosten verursachen. Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann sich im Sekretariat der Schule unter (0 51 08) 92 69 13 melden.

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Von Stephan Hartung

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