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Gehrdener Oberschule führt Duales Abitur ein

Gehrden Gehrdener Oberschule führt Duales Abitur ein

An der Gehrdener Oberschule wird möglicherweise bereits zum neuen Schuljahr das Duale Abitur eingeführt. Bundesweit handelt es sich um ein nahezu völlig neues Modell.

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Das Gehrdener Modell: Fachhochschulreife und Berufsausbildung – auch Abitur ist möglich

Quelle: Symbolfoto

Gehrden. Schüler können nach dem 13. Jahrgang ihre Fachhochschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen - und bei Bedarf ist dann noch das reguläre Abitur möglich. Das Modell soll dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Schulleiter Carsten Huge hat das Modell in Zusammenarbeit mit den Kooperativen Gesamtschulen in Neustadt und Springe sowie fünf Berufsbildenden Schulen, mehreren Betrieben und der Region Hannover entwickelt - und das nahezu unbemerkt. Gehrdens Kommunalpolitiker kamen zumindest ins Staunen, als Huge die Pläne am Dienstagabend im Bildungsausschuss vorstellte.

Dabei ist das Projekt fast in trockenen Tüchern. „Wir sind startbereit und wollen möglichst im September mit dem ersten neunten Jahrgang anfangen“, sagte Huge. Ähnliche Modelle gibt es zwar bereits. „Als Angebot einer allgemeinbildenden Schule ist es aber eine Premiere“, so Huge. Für ihn ist es ein Vorzeigeprojekt. „Es ist wichtig, dass sich die Kinder mit der beruflichen Realität auseinandersetzen.“

Ziel des Dualen Abiturs ist es, dass wieder viele Jugendliche auch einen Beruf erlernen. „Wenn es so weitergeht, dass immer mehr Schüler unbedingt irgendetwas studieren wollen, aber danach für Berufe ungeeignet sind, bricht alles zusammen“, sagte Huge im Ausschuss. Der Fachkräftemangel und die Nachwuchssorgen der Betriebe seien besorgniserregend.

Das Duale Abitur soll Jugendlichen möglichst lange alle Möglichkeiten offenhalten: Beruf? Oder Abitur und Studium? Diese Entscheidung müssen Jugendliche mit dem zweigleisigen Modell treffen, wenn sie bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen und trotzdem gleichzeitig schon das Fach-Abi in der Tasche haben. Die Modellentwickler gehen aber von einem „Klebeeffekt in den Betrieben“ aus.

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