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Für Golfplatz überschreitet Club auch Grenzen

Gehrden Für Golfplatz überschreitet Club auch Grenzen

Der Golfclub Gehrden kommt seinem großen Ziel immer näher: In etwa drei bis fünf Jahren sollen möglichst bereits die Bauarbeiten für einen eigenen Golfplatz beginnen. Als Standort rücken zurzeit verstärkt Ackerflächen nördlich von Lenthe in den Blickpunkt. Die Grundstücksfrage ist eine der letzten Hürden.

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An der Stadtgrenze: Der Golfclub Gehrden prüft derzeit, ob für die geplante 18-Loch-Anlage Ackerflächen nördlich von Lenthe und südlich der Harenberger Mühle infrage kommten.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Der Geschäftsplan steht, es gibt Investorenzusagen, eine Marktanalyse verspricht erhebliches Potential, und der zeitliche Rahmen ist fest gezurrt: Drei Jahre nach seiner Gründung kommt der Golfclub Gehrden seinem Hauptziel Stück für Stück näher. „Für eine eigene Anlage fehlt noch ein Grundstück“, sagt Volker Tuchardt aus dem Vorstand.

Trotzdem: Offenbar verdichten sich zurzeit die Vorzeichen für ein erfolgreiches Ende der Suche: Laut Vorstand bestehe große Hoffnung auf Ackerflächen nördlich von Lenthe und südlich der Harenberger Mühle. „Das ist zwar noch eine Wunschoption, aber die Stadt Seelze unterstützt uns bislang am meisten von allen Kommunen, deshalb hat dieses Gebiet zurzeit die Nase vorn“, beschreibt Tuchardt den Stand der Gespräche mit Eigentümern. Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn, selbst Golfer, spricht von einer großen „Chance, die Stadt als Freizeitoase aufzuwerten.“ Infrage kommt laut Vorstand aber auch immer noch ein Areal zwischen Leveste und Redderse. „Das ist nicht vom Tisch“, so Tuchardt. Für die geplante 18-Loch-Anlage seien etwa 70 Hektar Land und bis zu drei Millionen Euro an Investitionskosten notwendig.

Jenseits der Flächensuche ist der Golfclub aber bestens vorbereitet: Es gibt jetzt sogar einen professionell erstellten Betriebs- und Wirtschaftplan. Eine Marktanalyse ermutige den Verein zudem, seine Bemühungen voranzutreiben, so Tuchardt. Auswertungen von Umfragen und Statistiken hätten ergeben, dass erhebliches Nutzerpotential bestehe. Nicht zuletzt bestätigt auch die Mitgliederentwicklung diesen Trend: Dem Golfclub haben sich schon 250 Mitglieder angeschlossen.

Ein Grund dafür: Der Verein setzt auf Breitensport, will weg vom elitären Image. Geplant sei eine ökologisch ausgerichtete Anlage mit Wanderwegen, Artenvielfalt, Blumenwiesen, Weideflächen und Waldstücken. Das Geschäftsmodell sieht laut Vorstand vor, den Golfplatz von Investoren zu pachten und über Eintrittsgelder und Mitgliedsbeiträge zu finanzieren. „Das ist finanziell sinnvoll“, sagt Tuchardt. Ausgearbeitet wurde das Konzept von Spezialisten für Marketing, Finanzierung und Landschaftsbau. Die Klosterkammer habe bereits großes Interesse am Kauf mit Weiterverpachtung signalisiert. Zu dem gebe es weitere Geldgeber.

Überzeugungsarbeit leistet der Club bei möglichen Grundstücksverkäufern mit einem Drei-Stufen-Plan: Zunächst soll eine Driving-Ranch mit Übunsgplatz zum Abschlagen errichtet werden, zwei Jahre später ein Neun-Loch-Platz und weitere fünf Jahre danach die 18-Loch-Anlage. „Nach einem Grundstückskauf kann wegen des Genehmigungsverfahrens mit einem Baubeginn in drei bis fünf Jahren gerechnet werden“, schätzt Tuchardt.

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