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NDR dreht Film in Gehrdener Wohnhaus

Gehrden NDR dreht Film in Gehrdener Wohnhaus

Gehrden wird im NDR-Film "Das deutsche Kind" eine wichtige Rolle spielen: Ein Kamerateam wird von Dienstag bis Donnerstag in einem Wohnhaus in der Großen Bergstraße drehen. Bis der geeignete Drehort gefunden wurde, musste das Filmteam einige Mühe aufwenden - schließlich gab es klare Anforderungen an das Haus.

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In dieser Straße wohnen die "Großeltern": Der NDR hat Filmarbeiten in der Großen Bergstraße in Auftrag gegeben.

Quelle: Oehlschläger

Gehrden. "Wir haben ein Haus gesucht, das von der Lage, Architektur und der gesamten Anmutung einen gewissen Wohlstand vermittelt", sagt Filmproduzent Ulrich Stiehm von Banana Tree Film. Zu protzig hätte es aber auch nicht daherkommen dürfen - dennoch im Sinne einer gutbürgerlichen Wohngegend. "Es spielen viele Faktoren eine Rolle, vor allem wenn ein Haus von innen und außen bespielt werden soll", sagt Stiehm - dazu müsse man Regisseur, Kameramann und Szenenbildner gerecht werden. Und auch die Bewohner müssten ihr Haus im nötigen Umfang zur Verfügung stellen. "Wir haben schon einige Tage für die Suche nach dem richtigen Drehort investiert", sagt Stiehm.

Haus ist oft zu sehen

Nun sind die Filmproduzenten in Gehrden fündig geworden. Am Fuße des Gehrdener Berges und in der idyllischen Szenerie der Großen Bergstraße sollen die Großeltern des Mädchens wohnen, das in der Handlung des Films die Schlüsselfigur ist. Grundsätzlich spielt der Film in Hannover, wo auch die meisten Szenen gedreht werden. Dass das Haus explizit in Gehrden stünde, werde im Film so konkret nicht benannt, sagt der Produzent. "Es ist aber sozusagen spürbar, dass es nicht Hannovers City ist."

Drei Tage wolle man in der Großen Bergstraße drehen, sagt Stiehm. "Von daher wird das Haus im Film häufiger zu sehen sein." Das Hauptmotiv sei das Haus in Gehrden allerdings nicht - in einer Wohnung in Hannover etwa seien zehn Drehtage verbracht worden. "Es ist aber auch keine unbedeutende Szene", sagt Stiehm. Da die Großeltern im Film wichtige Figuren seien, spiele deren Zuhause eine nicht ganz unbedeutende Rolle.

Wenn gucken, dann leise

Die Bewohner könnten ihr Haus während der Drehtage nahezu wie gewohnt benutzen, sagt Stiehm: "Wir belegen das Haus ja nicht komplett." Die Aufnahmen würden überwiegend im Erdgeschoss, im Garten und im Vorgarten des Gebäudes gemacht. Dabei bleibt beinahe alles am Haus so, wie es ist. "Klar gibt es Requisiten oder Möbel, die ausgetauscht werden", sagt der Filmemacher - jedoch nur in einem gewissen Rahmen. Das Filmteam werde auch achtsam mit dem Mobiliar umgehen. "Es sind alle Profis und man ist vorsichtig mit allen Dingen vor Ort", sagt Stiehm.

Damit die Dreharbeiten gelingen und am Ende ein schöner Film entsteht, müssen auch die Gehrdener ihren Teil beitragen - indem sie sich richtig verhalten. "Wir drehen mit Ton, von daher sind zum Beispiel laute Fahrzeuge eher störend", sagt der Filmproduzent. Hinderlich sei es auch, wenn zwei Meter von der Kamera entfernt laute Gespräche stattfänden. Ansonsten könne man immer zuschauen. Im Gegenzug nehme auch das Filmteam Rücksicht auf die Anwohner und Verkehrsteilnehmer. "Wir werden da keine Vollsperrungen vornehmen", sagt Stiehm. Die meisten Szenen spielten sowieso nicht an der Straße, von daher konzentriere man sich eher auf das Grundstück.

Die Handlung des Films

Im Zentrum der Geschichte steht eine junge Familie: Vater Cem Balta (34), seine Frau Sehra (31) und Tochter Mona (8). Cem ist auf dem Weg, ein Imam zu werden und wie der Rest seiner Familie als modern denkender Muslim gut in die deutsche Gesellschaft integriert. Zum Wendepunkt kommt es, als Natalie Unger (28), die beste Freundin von Mutter Sehra, plötzlich stirbt. Im Testament ist vermerkt, dass die Familie Balta sich nun um die Tochter der verstorbenen Natalie kümmern muss. So bringt die junge Pia (5) das Leben der islamischen Familie ganz schön durcheinander. Gut, dass die Großeltern da sind, um zu unterstützen.

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Für die Dreharbeiten stehen Randbereiche der Großen Bergstraße nicht zum Parken zur Verfügung.

Quelle: Oehlschläger

Von Nils Oehlschläger

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